Château Chanson – aller guten Dinge sind 5!

22. September 2018
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Schloss Waldegg bei Solothurn öffnet am 27. Oktober seine Pforten für die Liebhaber der Schweizer Liedermacherszene. Zwei Konzerte mit je 3 Künstlern und dazwischen ein einfaches Nachtessen: So einfach ist die Formel zu «Château Chanson», einem Anlass, der in 5. Auflage von der Liederlobby Schweiz veranstaltet wird.

Im Programm: Gruppen und Einzelkünstler, VertreterInnen mehrerer Landesgegenden und -sprachen sowie verschiedener Generationen. Kurz: Vielfalt! Die Konzerte finden in familiärem in Rahmen im rustikalen Ambiente der Scheune von Schloss Waldegg statt.

Das erste Konzert mit «Schüpp» aus Bern, den einheimischen simple voicing und der Walliserin Sylvie Bourban beginnt um 17 Uhr. Um 19.00 Uhr wird ein Nachtessen angeboten und um 20 Uhr leitet der Bündner Marco Todisco das zweite Konzert ein. Danach folgen Denise Donatsch aus Olten und die Galgevögel aus der Ostschweiz.

chch_2018_plakat

Infos
– Samstag, 27. Oktober 2018
– Tageskasse ab 16.30 Uhr, Platzzahl beschränkt, Reservation empfohlen
– Eintritt CHF 45.- (2 Konzerte) / CHF 25.- (1 Konzert). Preise exklusiv Nachtessen
– Programm als PDF downloaden.

Webseite
www.chateauchanson.ch

 

Mitglieder der LiederLobby besuchen diesen Anlass zum reduzierten Preis (Fr. 25.- für beide Konzerte statt Fr. 45.-).

Florian Schneider “Lisette des Toilettes”

10. September 2018
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florian_schneider_trioEine Liedempfehlung von Barbara Preusler.

Bald steht er wieder auf den grossen Musical-Bühnen mit »Knie – das Circusmusical«. Doch die kleineren Bühnen mit dem direkten Kontakt zum Publikum sind für den Sänger und Schauspieler Florian Schneider weiterhin ein wichtiger Teil seines künstlerischen Schaffens. Seine Lieder gehen ans Herz. Sie erzählen Geschichten von damals und heute. So ist das neue Album »Schangsongs 3« bereits das Dritte seiner Serie. Er nennt seine Figuren schrullig, speziell und bodenständig. Bodenständig und herzlich sind auch die Menschen hier in der Region und sie mögen ihren “Flo” und Florian mag sie und ihr Leben.

Florian Schneider pflegt die Oberbaselbieter Mundart. Musikalische Mitstreiter sind Roman Bislin am Keyboard und der bereits von Schangsongs 1 und 2 bekannte Adam Taubitz an der Violine. Der Baselbieter Dialekt kann sehr romantisch und mythisch daher kommen, oder aber auch sehr kräftig und direkt. Bei Florian hören sich noch die gröbsten Texte poetisch an. Und so ist ihm auch diese neue Scheibe sehr gelungen. Musikalisch finde ich Elemente aus der Folkmusik, dem Country, dem Irischen wieder – und trotzdem es bleibt heutige Baselbieter Volksmusik. Vor allem zwei Frauen-Lieder haben mich sehr beeindruckt. Ich konnte mich zwischen den zwei Liedern nur schwer entscheiden. Wunderschön der Titel »Schöchli Mache«, über das traurige Leben einer Arbeiterin, welche in vergangenen Zeiten Posamenten fertigte (Titel 13). Absolut eindrücklich ist aber Schneiders heutiges Lied über die bekiffte »Lisette des Toilettes« (Titel 2) in ihrem schäbigen Etablissement. Das Lied trifft hundertprozentig und weckt in mir präzise Bilder. Die Sprache zeichnet ungefiltert Lisettes harte Realität. Die Gitarre ist markant, aber nicht überzeichnet, weitere Instrumente unterstreichen die Geschichte der Madame Toilette, dezent und perfekt. Florian Schneider setzt seine Stimme bewusst und mit scheinbarer Leichtigkeit ein. So wunderbar dahingeworfen, kommt mir die Ballade von 6:06 nicht einmal lang vor. Die Ich-Form ist spannend bis zum Schluss, kann mir doch Lisette auch mal so richtig die Meinung sagen.

Lisette ist eine Frau die schon manches gesehen hat. Sie verteidigt ihre Ehre und ihren Platz in der Gesellschaft. Sie schwingt eine grosse Lippe, kifft, praktiziert Überlebenskunst. Müde und einsam ist sie am Schluss und so klingt das Lied über ein hartes Arbeitsleben langsam aus – und mir eindrücklich nach. Ein gelungenes Werk.

Links

Impressionen zur Chansonade

25. April 2018
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pasdici_quadratisch_webBereits ist sie wieder Vergangenheit die zehnte Ausgabe der Chansonade. Auch diesmal war eine bunte Vielfalt an Künstlerinnen und Künstlern mit ebenso vielen, verschiedenen Stilen an Liedern, Chansons und Canzoni vertreten. Das 10-jährige Jubiläum fand auch spezielle Erwähnung in der Presse, insbesondere im Thuner Tagblatt. Den entsprechenden Artikel, sowie auch einige fotografische Impressionen finden Sie via die folgenden Links.
Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei allen Auftretenden, Helfern und Helferinnen sowie allen Beteiligten von ktv und Eclipse für die Unterstützung und freuen uns bereits jetzt eine weitere Ausgabe im 2019!

Links

– Artikel im Thuner Tagblatt vom Samstag 14. April 2018 (ganze Seite / Artikel).

– Fotografische Impressionen (Diaporama)

10 Jahre Chansonade – wir feiern Jubiläum!

29. März 2018
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chansonad2018_mosaikBereits zum zehnten Male laden wir Sie im Rahmen der Schweizer Künstlerbörse ganz herzlich zur Chansonade der LiederLobby ein. Auch in der diesjährigen Ausgabe dürfen wir Ihnen ein volles Programm mit 20 Künstler/-innen präsentieren: Vom Freitag, 13. April, ab 14.30 Uhr, bis am Samstag, 14. April, um 19.30 Uhr reiht sich halbstündlich und praktisch nahtlos Act an Act und bietet Ihnen eine breite Fülle an Liedermachenden, welche Ihre Lieder, Chansons und Songs in Sets à 20 Minuten darbieten. Die Chansonade befindet sich etwa in der Mitte der Exposition in der Nähe der bar des artistes (seitlichen Abgang benutzen). Der Eintritt ist frei – Sie können die Chansonade also auch ohne Börsenpass besuchen.

Ebenfalls wird die LiederLobby mit einem Stand gleich beim Eingang der Chansonade präsent sein. Gerne laden wir Sie zu einem Getränk und einem kleinen Snack ein und stellen Ihnen die Lobby genauer vor. Natürlich würden wir uns freuen, wenn Sie gleich vor Ort und Stelle Mitglied oder Gönner/-in der Lobby werden!

Wir haben Grund zum feiern!

Mit der diesjährigen Ausgabe feiern wir 10 Jahre Chansonade und 13 Jahre LiederLobby. Was mit einer Handvoll Gründungsmitglieder am 11.12.2005 in Burgdorf begann, ist über die Jahre zu einem Verein mit aktuell 83 Mitgliedern herangewachsen. Ein Grund mehr also, bei uns am Stand vorbeizuschauen und über Zukunft und Vergangenheit der LiederLobby und der Liechermacherei zu plaudern. Gelegenheit, in Nostalgie zu versinken gibt es reichlich: Mit zwei Plakaten blicken wir fotografisch auf die Gründung und einige Meilensteine zurück. Ausserdem wird eine gedruckte Sammlung aus Artikeln zur und rund um die LiederLobby aufliegen, in der man nach Lust und Laune blättern und wühlen kann. Wer bereits jetzt mehr wissen möchte: Ein kurzer Rückblick zur Chansonade ist auch elektronisch verfügbar.

Programm

Freitag: ZYDECO ANNIE + SWAMP CATS, PASDICI, Julia Schiwowa, La Pomme Pourrie, Bougainville, Rolf Marti, sonix, David Lang, TODISCO & MESSERLI.

Samstag: Markus Rüeger & Green Trees, Esther Hasler, Duo HOMMAGE, Ruedi Stuber, Pidu und ich, MariAnna’s Best, DaxSinger, Mala, Dülü Dubach, Caporicci, MeloDiva.

Das Programm gibt es in verschiedenen Formaten und Auflösungen:

Grafischer Flyer: 150dpi / 300dpi
Plakate: freitag_150dpi / samstag_150dpi
Schweizer Künstlerbörse: Programm
LiederLobby: Agenda

Ort

KKThun: Lage & Anreise 

Rückblick

Impressionen zur Chansonade 2015 finden Sie in der folgenden Diashow. Zur Geschichte der Chansonade finden Sie weitere Infos in diesem Artikel. Fotos zur Gründung der LiederLobby finden Sie auf diesen Plakaten (sowie auch vor Ort am Stand der LiederLobby).

Ausblick

Bereits jetzt machen wir Sie auch auf unsere Herbstveranstaltung Château Chanson aufmerksam. Am Samstag, 27. Oktober 2018, haben Sie auch dort Gelegenheit 6 weitere Liedermachende auf der Bühne zu erleben: www.chateauchanson.ch

Wenn Sie Mitglied der LiederLobby werden möchten, können Sie dies über dieses Anmeldeformular tun (Mitgliederbeitrag Fr. 80.- / Jahr). Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte direkt an uns (siehe Kontakt).

Generalversammlung 2018

7. März 2018
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Einmal mehr laden wir euch in die gemütliche Lehmkuppel der Casa Fidelio zur Generalversammlung 2018 der LiederLobby ein – seid herzlich willkommen!

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERADatum

Sonntag, 18. März 2018

Programm

09.30 – 10.00 Uhr : gemütliches Eintreffen mit Kaffee & Gipfeli
10.00 – 10.15 Uhr : musikalische Eröffnung durch Markus Heiniger
10.15 – 12.00 Uhr : Rückblick auf 13 Jahre LiederLobby und 10 Jahre Chansonade, anschliessend statutarischer Teil
12.00 : Mittagessen und gemütliches Beisammensein

Anmeldung: via Doodle

Adresse

casa fidelio
Jurastrasse 12
CH-4626 Niederbuchsiten

Homepage: www.casafidelio.ch

Die Chansonade feiert 10 Jahre – jetzt anmelden!

4. Dezember 2017
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zephyr_combo_chansonade_2013Mit der Chansonade 2018 feiern wir unsere 10. Ausgabe und blicken damit auf eine reichhaltige Geschichte mit vielen Acts und Künstler/innen zurück. Das Anmeldeformular für diesen ganz besonderen Anlass steht ab sofort zur Verfügung.

Schon kurz nach ihrer Gründung am 11. Dezember 2005 strebte die LiederLobby einen gemeinsamen Bühnenauftritt an. Erstmalig fand ein solcher exakt ein Jahr später – also am 11. Dezember 2006 – im Restaurant Lochbachbad (Burgdorf) statt. Nächstes Etappenziel war dann im April 2007 die Künstlerbörse: Im Bärensaal spielten erstmals 8 Lobbyist/innen, die aus dem noch sehr jungen Verein – der mehr oder weniger erst aus den Gründungsmitgliedern bestand – rekrutiert wurden. Moderiert wurde die Veranstaltung vom ktv und sie lief damals noch unter dem allgemeinen Namen „LiederLobby“.

Der heutige Name entstand erst im darauffolgenden Jahr, als die LiederLobby im Gespräch mit dem ktv nach einer Möglichkeit suchte, die „Urerfahrung Bärensaal“ in eine dauerhafte Form zu bringen. Das Ziel: eine institutionalisierte Plattform für Liedschaffende anzubieten. Gewählt wurde der Name „Chansonade“ – mit notabene nur einem „n“ als Abgrenzung zur deutschen „Chansonnade“ (aus den 70er Jahren) und in Anlehnung an die italienische Form „Canzonata“. Die Bestrebungen mündeten in der Erstausgabe der Chansonade im April 2009.

In den Jahren 2009–2011 experimentierte die Chansonade mit verschiedenen Formen: Vom Schulzimmer in der Exposition – die damals im Gymnasium neben dem KKThun stattfand – zogen wir während des (verregneten und nasskalten) Umbaus 2010 in eine Scheune und schliesslich wieder zurück in die Exposition. Das Programm erstreckte sich über drei Tage (Freitag bis Sonntag) und – ähnlich wie im Fahriété – waren auch kurzfristige Anmeldungen bzw. Spontanauftritte möglich.

Mit der Neukonzipierung der Exposition im KKThun erhielt die Chansonade 2012 schliesslich ihre heutige Gestalt. Das Programm wurde auf zwei Tage gestrafft und das Setting – insbesondere was Technik und Moderation anbelangt – weiter professionalisiert. Die Nachfrage, sowohl bei den Lobbyist/innen als auch bei externen Künstler/innen, war von Anfang an sehr hoch (bis zu 25 Auftretende pro Anlass) und blieb über die Jahre erfreulich konstant.

Nach 10 Jahren, weit über 200 Acts und einer Geschichte, die summa summarum gegen 70 Stunden Programm in Form von Liedern und Songs umfasst, freuen uns wir ganz besonders auf die Chansonade 2018!

Anmelden

Die Chansonade befindet sich in unmittelbarer Nähe der “bar des artistes” und ist via den seitlichen Zugang der Expo leicht zu erreichen. Das Programm erstreckt sich über zwei Tage (Freitag und Samstag). Die Auftritte finden jeweils jede halbe Stunde statt und dauern pro Künstler/in maximal 20 Minuten. Organisiert und moderiert wird die Chansonade von der LiederLobby Schweiz.

Sei auch du Teil der Chansonade und melde dich jetzt an:

– Wann: Freitag, 13. April 2018 / Samstag, 14. April 2018
– Dauer: ca. 12.00 – 20.00 Uhr
– Genre : Lieder / Songs / Musikkabarett (keine Covers)
– Bühne: ca. 4m x 2.5m
– Zeit: 20 Minuten / Auftritt
– Kosten: Fr. 40.- (Mitglieder) / Fr. 120.- (Externe) *

Anmeldung: liederlobby.ch/chansonade2018

Anmeldeschluss: 31. Januar 2018
Update 1. Februar 2018: Nachanmeldungen für die Chansonade sind noch möglich, sofern freie Plätze vorhanden.
Update 20. Februar 2018: Der Programmentwurf steht. Für Kurzentschlossene haben wir voraussichtlich noch zwei Plätze am Samstag zu vergeben.
 

Ein Querschnitt durch die Chansonade 2015 ist als Diashow unter dem folgenden Link verfügbar: www.youtube.com/watch?v=Lxo26gbWGus

* Beinhaltet für Externe gleichzeitig eine freiwillige Mitgliedschaft in der LiederLobby während eines Jahres.

Rencontre des cultures – l’incontro delle culture

Les artistes romand-e-s ou d’expression française sont les bienvenu-e-s !

Chansonade : la petite scène pour connaisseurs. Depuis 10 années déjà, la Chansonade fait partie intégrante de la Bourse Suisse aux Spectacles. Au fil du temps, elle s’est développée pour devenir ce qu’elle est aujourd’hui : une scène élégante et pleine de charme. La Chansonade offre deux jours de programme où la scène est libre pour les chanteurs et chansonniers de la scène suisse qui, à chaque demi-heure, peuvent y présenter leur programme pendant 20 minutes. Délai d’inscription : 31 janvier 2018.

Gli/le artisti ticinesi/e o di lingua italiana sono i/le benvenuti/e!

Chansonade: il piccolo e delizioso palco. Da 10 anni ormai, la Chansonade è parte integrante della Borsa Svizzera degli Spettacoli che nell’arco del tempo si è trasformata in quella che oggi è una scena elegante e coinvolgente. Ogni anno per due giorni vale il motto: Via libera a un programma intero attraverso la scena multiforme e variegata di cantautori svizzeri. Gli spettacoli si svolgono ogni mezz’ora con una durata massima di venti minuti per ogni artista. Iscrizioni fino al 31 di gennaio 2018.

Förderpreisträger für 2018, wir suchen Dich!

2. November 2017
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liederbestenliste_logoBist Du Liedermacherin oder Liedermacher? Tourst Du bereits mit einer Band oder produzierst gerade eine CD. Du kannst Dein Handwerk, bist aber erst am Anfang oder Neubeginn mit Deiner/Eurer Musik? Du bist voll engagiert mit Deinen Texten und hast etwas zur Zeit zu sagen?

Auch wenn Du nicht selbst Lieder schreibst und interpretierst, hast Du die Möglichkeit uns einen Vorschlag bzw. eine Künstlerin/Künstler/ Band vorstellen. Die Liederbestenliste fördert Lieder/Songs, bzw. bietet eine Plattform für junge Liedschaffende.

Der Preis wird jährlich anlässlich des Liederfestes der Liederbestenliste von einer ausgewählten, unabhängigen Fachjury vergeben. 2017 durfte bereits Tobias Thiele diesen begehrten Preis erhalten. Du bekommst mehr Öffentlichkeit und einen Auftritt im bekannten Mainzer „unterhaus“. Dein Auftritt/Konzert wird professionell aufgenommen im öffentlichen-rechtlichen Rundfunk ausgestrahlt. Ein Sprungbrett für mehr.

Was sind die Voraussetzungen?

– Ein Repertoire an eigenen Songs
– Eine gewisse Bühnenerfahrung/ Professionalität Deiner Texte/Musik
– Deutschsprachige Lieder, dazu gehören Dialekte, Mundart, Jiddisch
– Ein Bewerbungsschreiben & Vita/ Foto (wenn vorhanden Webseite/ fb u. s. w. angeben)
– 3-5 selbst komponierte & getextete Songs
– Wenn vorhanden CD / Link zum Livevideo

Einsendeschluss: 20. Februar 2018 (Poststempel gilt)

Wohin?

Projekt Mensch Management
Barbara Preusler
Hauptstrasse 1, CH- 4153 Reinach B/L

Wolfgang Rumpf
Nordwestradio
Diepenau 10, D-28195 Bremen

Michael Lohse
WDR 5
Appelhofplatz 1, D-50667 Köln

Wir wünschen Dir viel Erfolg und freuen uns auf Deine/Eure Lieder
Bis bald

Dein Team der Jury des Förderpreis der Liederbestenliste

Bisherige FörderpreisträgerInnen: Rosen & Gomorrha (2004), Weiherer (2005),
Kitty Hoff (2006), Strom & Wasser (2007), Dota Kehr (2008), Johanna Zeul (2009),
Felix Meyer (2010), Uta Köpernick (2011), Caro Kiste Kontrabass (2012), Maike Rosa Vogel (2013), Christoph Theussl (2014), Falk (2015), Nadine Maria Schmidt (2016), Tobias Thiele (2017).

Link

www.liederbestenliste.de

Château Chanson – seien Sie mit dabei!

18. September 2017
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chch17_flyer_s1Am Samstag, 28. Oktober 2017, findet auf Schloss Waldegg zum vierten Mal Château Chanson statt. Auch dieses Mal bringt der Liedertag der Liederlobby Schweiz Musikerinnen und Musiker aus der Schweizer Liedermacher-Szene in einem abwechslungsreichen Programm auf die Bühne. Und ebenso wie bisher wird der Tag in zwei Teilen mit – für jene, die wollen – einem Nachtessen dazwischen stattfinden.

Im ersten Konzert ab 17 Uhr stehen drei Formationen auf der Bühne: «Edle Schnittchen» mit Sängerin Sarah Ley sowie Pianistin Sarah Zuber servieren Chanson-Pop-Delikatessen mit viel Witz, Kitsch und Drama. Schon seit Jahren steht Rolf Marti mit seinen Berner Chansons auf der Bühne und feiert nun nach einer Pause ein kleines Comeback. Die Dritten im Bunde des ersten Konzerts sind Markus Schönholzer und Robi Rüdisüli, die von Stehaufweibern, stolzen Eigenbrötlern und angezählten Aussenseitern erzählen.

Nach dem Nachtessen um 19 Uhr folgen im zweiten Konzert ab 20 Uhr das Solothurner Duo Studer und Stampfli, der Basler Songpoet Aernschd Born mit Jan Herzog (Gitarre) sowie die Graubündner Singer/Songwriterin Corin Curschellas mit La Triada (gemeinsam mit Astrid Alexandre und Ursina Giger). Moderiert wird der «Château Chanson»-Abend von der Sängerin Danah Hiltmann.

Château Chanson am 28. Oktober 2017 um 17 und 20 Uhr (Tageskasse ab 16.30 Uhr). Platzzahl beschränkt, Reservation empfohlen. Eintritt: CHF45 (zwei Konzerte)/CHF 25 (ein Konzert), Preise exklusiv Nachtessen.

Text: Fabian Gressly, Kulturzeiger 8/17

Links

Homepage: www.chateauchanson.ch
Reservation: www.chateauchanson.ch/reservation
Flyer: PDF-Datei herunterladen

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Rolf Marti – Gopferteli (CD-Taufe)

21. August 2017
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Rolf_Marti_01_webEine Rezension von Markus Heiniger

«Gopferteli, hesch geng d Weli» (Gott verdamm mich, hast immer die Wahl, oder besser gesagt, dauernd musst du dich entscheiden, verdammt nochmal!). «Dialekt kommt dem Reim entgegen», hat Sebastian Krämer einmal nachdenklich kommentiert, als ich ihm ein Lied von Mani Matter auf meinem alten Plattenspieler vorgespielt hatte.

Und eigentlich ist er ja auch genau da geklaut, Martis Reim: Bei Mani Matters «Alpenflug». Da geht dem Piloten nämlich der Treibstoff aus, und der Passagier, der hinter ihm sitzt, merkt es. Als er es dem Piloten sagen will, versteht dieser es nicht. Irgendwann rastet der Passagier aus und brüllt in den Motorenlärm hinein: «Gopferteli, mir hei nid d Weli, warum landisch nid sofort!?» (Warum landest du nicht sofort?)

Rolf Marti nun beklagt sich allerdings ganz im Gegenteil, dass wir heute dauernd die Wahl haben, in jeder Lebenssituation. Und weil er ein echter Berner Troubadour ist, kommt es in seinem Lied, nach vermeintlich sehr vernünftigen Entscheidungen, zuletzt doch schlecht heraus. Klar, es musste ja so kommen. Berner Chansons sind oft Moritaten. Das ist gut gemacht und mit angenehmer Stimme vorgetragen. – Auf zwei Quadratmetern Fläche, wie Marti sich selber verkauft. Nun ja, seinem Vortrag, als erratischem Block auf der Bühne, täte etwas Bewegung womöglich trotz allem ganz gut. Warum, fragt man sich nach dem fünften Lied, steht er nicht hin und wieder einfach mal auf, wie Martin Betz etwa, um sich danach wieder hinzusetzen, was, wie Betz sagt, gut ist für die Gesundheit?

Egal, wir folgen Marti gerne. So oder so. Denn er zeigt uns, dass es einfach Spass macht, ohne falsche Ehrfurcht in die Fussstapfen der «Ur-Berner Troubadours» zu treten und in deren Stile ganz unverkrampft weiter zu machen. Er ist ja nicht der Einzige, der das tut. Aber er gehört zweifelsohne zu jenen, die es hervorragend machen.

Marti textet präzise und mit viel Sprachwitz, trägt trocken vor aber nicht weniger präzise und begleitet sich dabei schlicht und sauber. Dass er kein grosser Musiker ist, stört uns nicht. Und flicht er im Konzert einmal ein technisches Extra ein auf der Gitarre, ist er so stolz darauf, dass er sein Publikum in zurückhaltender Selbstironie «vorwarnt».
Ja, man hört ihm gerne zu, wenn er den Sprung eines Frosches aus dem Teich besingt, der nicht mehr zurückkommt und über dessen Schicksal im Teich alsbald die wildesten Gerüchte zirkulieren. Jeder hat eine Meinung dazu, wie es dem Frosch in der Fremde wohl ergangen ist, vom Molch bis zur Forelle. Und die trotz des Feuchtgebiets wiederum staubtrocken vorgetragene Moral der Geschichte, die sich auf den davongehüpften (und seither als verschollen geltenden) Frosch bezieht, ist für einmal sogar durchwegs positiv: «Doch egal, was isch passiert / är het’s immerhin probiert.» (Doch egal was passiert ist, er hat es immerhin probiert.)

Spannend wird es, wenn Marti den Intercity-Zug von Bern nach Zürich besteigt. Ein wenig lehnt er sich beim unverhofften Abdriften des Zuges in unbekannte Sphären bei Friedrich Dürrenmatt an, der einmal einen Zug im Tunnel in Richtung Mittelpunkt der Erde sausen lässt. Eine Dürrenmatt-Parallele, die Marti, als Information, augenzwinkernd auch gleich mit ins Lied einbaut.

Nicht nur bei diesem Chanson zeigt sich, dass gerade die streng eingehaltene Form des Genres inhaltlich nach wie vor auch Überraschendes ermöglicht. Auch wenn die Moral bei Martis Eisenbahnlied – ich weiss, ich sollte hier in meiner Rezension nicht alle Pointen verraten, aber es bleiben bei Martis Album «Gopferteli» durchaus noch welche übrig – nämlich dass das Lösen eines Tickets nicht immer die Garantie fürs Erreichen des Ziels bedeutet, etwas banal ist. Aber was macht’s? «Soyons banals!», (lasst und banal sein) sagte ja kein geringerer als Mani Matter selber. Und die möglichst banale Moral am Ende einer möglichst verrückten Geschichte ist ja mitunter ein Erkennungszeichen des Berner Chansons.

Schwächen der CD?

Dass in der Politik zu oft «Pfeifen» gewählt werden, spricht Marti nicht aus, er pfeift es uns vor. Hier intoniert er nicht ganz so rein, wie er es mit Gitarre und Stimme macht. Umso spannender ist dafür die Zusammenarbeit mit Michael Leuenberger, Kontrabass. Unterstützt Leuenberger den Berner Troubadour, kommt sofort eine musikalische Dimension ins Spiel, die übers rein funktionelle Begleiten hinausführt.

Das Album endet mit einer «Begegnung» zweier, die sich nichts mehr zu sagen haben. Wie es Rolf Marti in diesem Titel gelingt, das Wesentliche zwischen den Zeilen zu sagen, zeugt von literarischer Qualität. Das allerletzte Wort des Liedes, das er sehr verzögert ausspricht, hätte er auch ganz weglassen dürfen. Fehlte ihm dazu noch der Mut?

Ja, tritt er einmal in unserer Nähe auf, Rolf Marti, und wir haben terminlich «d Wehli», dürfte die Entscheidung nicht schwerfallen. Rolf Marti ist als präziser Handwerker und Kleinkünstler mit dem Charme des Understatements eine Entdeckung und eine echte Bereicherung.

CD-Taufe

gopferteliNach 18 Jahren Bühnenabsenz ist Rolf Marti im Herbst 2015 mit jung gebliebenen und mit neuen Berner Chansons zurückgekehrt. Jetzt ist seine erste CD erschienen. Sie heisst «Gopferteli» und wird mit einem Spezialprogramm unter dem Motto «Unerhörte und lange nicht mehr gehörte Chansons aus 35 Jahren» getauft. Rolf Marti singt die eine oder andere Premiere sowie Lieder, die er seit Jahren nicht mehr öffentlich vorgetragen hat.

Wann & wo: Samstag, 9. September 2017, 19:00 Uhr, Alte Schmiede Uettligen.

 

Link

www.rolfmarti.ch

Florian Schneider: Schangsongs 2

23. Juli 2017
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florian_schneider_schangsonsEine Rezension von Markus Heiniger.
Oberbaselbieter-Dialekt? «Die sprechen wenigstens nicht ganz so extrem wie ihr», sagte mir einst einer von ennet dem Jura, ein Schweizer Mittelländer, der sich von der Kultursprache Baseldeutsch wohl irgendwie bedroht fühlte. (Dass ich auch Berndeutsch spreche und singe, sagte ich ihm natürlich nicht, der Basler in mir war zu stolz.) – Worauf ich gerade abziele? Schneiders warmen, hochalemannischen Dialekt hier als provinzielles Idiom zu präsentieren? Naja, wenn es der geneigte Leser denn unbedingt so sehen will, meinetwegen. Der Sänger und Texter selber ist es ganz bestimmt nicht. Im Gegenteil.

Florian Schneider kennt die Opernbühnen Europas. Und zwar nicht nur von den Zuschauerrängen aus. Als Lyrischer Tenor sang er Opern und Operetten schon früh in Lüneburg, Ulm und Bern. Seit 1990 sang er u.a. auch Filmrollen, Brechtlieder sowie über 30 Hauptrollen an grossen Musical-Theatern; unvergessen natürlich auch jene in Andrew Lloyd Webbers «The Phantom oft the Opera», die er über 500-mal im frisch eröffneten Musical-Theater Basel gab.
Nun ist Florian Schneider Liedermacher. Mit «SchAngSongs»: Eine freundlich verspielte Übernahme des Wortes Chansons in seinen Dialekt.

Aber geht das überhaupt? Ich meine: Pavarotti als Brassens? Placido Domingo als Bob Dylan? Florian Schneider als Walther von der Vogelweide? Ja, geht. Geht gut. Ausgesprochen gut sogar. Denn es macht Florian Schneider zu Florian Schneider. Und das ist spannend. Begleitet wird der kräftige, blonde Barde von seiner eigenen Gitarre, die er zu seinen Liedern tanzen, weinen und träumen lässt.  Und vom Geiger Adam Taubitz. Vielleicht müsste man ja eher «Teufelsgeiger» sagen.

Auf dem ersten der beiden CD-Covers lehnt Schneider an einer der über tausendjährigen Wildensteiner Eichen im lauschigen Hain. Das passt. Auch wenn in seinen Liedern insgesamt wesentlich mehr Kirschbäume vorkommen als Eichen. Schneiders eigenständiger Gesang lehnt sich nicht an die alten Baumstämme an. Er kreist, fleht und schwebt vielmehr um die knorrigen, stummen Zeitzeugen herum.

Florian Schneiders Lieder sind mit grosser Kelle angerührt, klar. Mit ganz grosser. Denn der Opern- und Musicalstar taucht hemmungslos ein in die grossen Themen, die er tausendfach auf Italienisch, Englisch und Deutsch verinnerlicht hat und in langen Jahren ebenso oft in volle Säle hineingeflüstert und geschmettert: Liebe, Tod und Sehnsucht. Und einsame, nächtliche Heimwege mit blutendem Herzen und zuweilen ebensolchem Ausgang. All dies trägt Schneider auf der Zunge, ja, es bricht richtiggehend aus ihm heraus, durchwegs kraftvoll und doch stimmlich immer gerade richtig. Er singt beherzt, nicht nur weil er es kann, nein, vielmehr als wäre er erlöst, die existentiellen Themen des Lebens, seines Lebens, endlich, endlich auch in seiner eigenen Sprache, ja mit seinen eigenen Worten und packenden Grooves singen zu dürfen.

Wer ihm heute lieber aus dem Weg geht, weil Schneider in politischem Rahmen mit seinem «Rotstablied» unlängst recht medienwirksam polarisiert und provoziert hat, handelt wie einer, der zwar bestens über Mozarts Eskapaden und Launen informiert ist, dabei aber übersieht, dass der umtriebige Junge daneben ja auch noch ganz ordentliche Musik gemacht hat.

Was gibt es zu «SchAngSongS» besonders zu erwähnen? Zuerst und vor allem, dass auf beiden CDs nichts abfällt. Gar nichts. Alles kommt bei Florian Schneider und Adam Taubitz aus einem Guss, ohne dass es auch nur für ein kleines Weilchen langweilt. Zu bewegend und unterhaltend ist die Mischung aus über Jahrzehnte geschliffener Professionalität und der inspirierenden, unbändigen Lust daran, neue Wege zu gehen. Zu packend ist die Duo-Mischung aus bluesig, rockig und eigenwillig.

«Rhywäg» (Rheinweg) ist ein nächtliches Basler Stimmungsbild. Sowas kann man fast nur am Basler Rheinknie schreiben, am Dreiländereck, wo sich Basels Traum, eine Grossstadt zu sein, und der Traum der Vergangenheit, in der man tatsächlich eine war, die Hände reichen. Und so treffend kriegt es überdies bestimmt fast nur einer hin, der in der legendären kleinen Rheingass-Oper und wohl auch im eigenen Leben eine kräftige Dosis Basler Sehnsucht nach der grossen weiten Welt inhaliert hat. Das fast schon lapidare Bild dazu? Nein, nicht die käuflich, erotisch aufgeladene Kulisse. Vielmehr die Fähre – die vier Fährschiffe gleiten in Basel an Drahtseilen über den Fluss hin und her – die, trotz des Fährmanns nächtlichem Traum vom weiten Meer, auch am nächsten Tag bloss immer wieder quer über den «Bach» fährt. Schneider kann auch ganz fein provozieren in seinen Texten und die Sehnsucht seiner Zuhörer kitzeln. Ganz fein, ja, aber effektiv.

«Alts, chalts Hus» (Altes, kaltes Haus) ist autobiographisch. Es wird vom erwachsenen Sänger aufgesucht, der dem Spuk und dem Leiden der vier Wände seiner Jugend längst entronnen und entwachsen ist. Nicht lustig, was wir da hören. Aber letztlich durchaus versöhnlich. Denn in der letzten Strophe unternimmt Schneider augenzwinkernd den Versuch, es dem Publikum zu verhökern, sein altes Haus. – So locker lässt man letztlich also alte Geschichten los; danke!

«Wildesteiner Moritate» (Wildensteiner Moritaten) ist das eigentliche Meisterwerk des Barden. Schneider bearbeitet hier eine alte Volkssage. Der Liedermacher fühlt sich in eine Kindsmörderin hinein, die er in seiner Ballade so wahrhaftig verkörpert und belebt, dass auch sein verehrtes Vorbild, Walther von der Vogelweide, ja, gerade er – sässe er in Florian Schneiders Publikum – wohl einfach nicht anders könnte, als den Hut zu ziehen vor seinem Kollegen.

Link

Florian Schneider

Update vom 25. Juli 2017: Kurz nach Markus Heinigers Rezension erschien Florian Schneiders CD “Schangsongs 2″ auch als Empfehlung des Monats August in der Liederbestenliste. Den Text von Barbara Preusler gibt’s hier nachzulesen.

Update vom 22. August 2017: Florian Schneider ist am 24. August 2017 in der Mundartsendung Schnabelweid zu hören (Link zur Sendung).

Top CD – 1. Platz in der Liederbestenliste

Update vom 27. September 2017: Das Lied “Alts, chalts Hus” und die CD “SchangSongs 2″ schaffen es beide in der Liederbestenliste auf Platz 1. Wir gratulieren herzlich! Die Prämierung ist ebenfalls nachzulesen in der BAZ.