Förderpreisträger für 2018, wir suchen Dich!

2. November 2017
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liederbestenliste_logoBist Du Liedermacherin oder Liedermacher? Tourst Du bereits mit einer Band oder produzierst gerade eine CD. Du kannst Dein Handwerk, bist aber erst am Anfang oder Neubeginn mit Deiner/Eurer Musik? Du bist voll engagiert mit Deinen Texten und hast etwas zu Zeit zu sagen?

Auch wenn Du nicht selbst Lieder schreibst und interpretierst, hast Du die Möglichkeit uns einen Vorschlag bzw. eine Künstlerin/Künstler/ Band vorstellen. Die Liederbestenliste fördert Lieder/Songs, bzw. bietet eine Plattform für junge Liedschaffende.

Der Preis wird jährlich anlässlich des Liederfestes der Liederbestenliste von einer ausgewählten, unabhängigen Fachjury vergeben. 2017 durfte bereits Tobias Thiele diesen begehrten Preis erhalten. Du bekommst mehr Öffentlichkeit und einen Auftritt im bekannten Mainzer „unterhaus“. Dein Auftritt/Konzert wird professionell aufgenommen im öffentlichen-rechtlichen Rundfunk ausgestrahlt. Ein Sprungbrett für mehr.

Was sind die Voraussetzungen?

– Ein Repertoire an eigenen Songs
– Eine gewisse Bühnenerfahrung/ Professionalität Deiner Texte/Musik
– Deutschsprachige Lieder, dazu gehören Dialekte, Mundart, Jiddisch
– Ein Bewerbungsschreiben & Vita/ Foto (wenn vorhanden Webseite/ fb u. s. w. angeben)
– 3-5 selbst komponierte & getextete Songs
– Wenn vorhanden CD / Link zum Livevideo

Einsendeschluss: 20. Februar 2018 (Poststempel gilt)

Wohin?

Projekt Mensch Management
Barbara Preusler
Hauptstrasse 1, CH- 4153 Reinach B/L

Wolfgang Rumpf
Nordwestradio
Diepenau 10, D-28195 Bremen

Michael Lohse
WDR 5
Appelhofplatz 1, D-50667 Köln

Wir wünschen Dir viel Erfolg und freuen uns auf Deine/Eure Lieder
Bis bald

Dein Team der Jury des Förderpreis der Liederbestenliste

Bisherige FörderpreisträgerInnen: Rosen & Gomorrha (2004), Weiherer (2005),
Kitty Hoff (2006), Strom & Wasser (2007), Dota Kehr (2008), Johanna Zeul (2009),
Felix Meyer (2010), Uta Köpernick (2011), Caro Kiste Kontrabass (2012), Maike Rosa Vogel (2013), Christoph Theussl (2014), Falk (2015), Nadine Maria Schmidt (2016), Tobias Thiele (2017).

Link

www.liederbestenliste.de

Château Chanson – seien Sie mit dabei!

18. September 2017
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chch17_flyer_s1Am Samstag, 28. Oktober 2017, findet auf Schloss Waldegg zum vierten Mal Château Chanson statt. Auch dieses Mal bringt der Liedertag der Liederlobby Schweiz Musikerinnen und Musiker aus der Schweizer Liedermacher-Szene in einem abwechslungsreichen Programm auf die Bühne. Und ebenso wie bisher wird der Tag in zwei Teilen mit – für jene, die wollen – einem Nachtessen dazwischen stattfinden.

Im ersten Konzert ab 17 Uhr stehen drei Formationen auf der Bühne: «Edle Schnittchen» mit Sängerin Sarah Ley sowie Pianistin Sarah Zuber servieren Chanson-Pop-Delikatessen mit viel Witz, Kitsch und Drama. Schon seit Jahren steht Rolf Marti mit seinen Berner Chansons auf der Bühne und feiert nun nach einer Pause ein kleines Comeback. Die Dritten im Bunde des ersten Konzerts sind Markus Schönholzer und Robi Rüdisüli, die von Stehaufweibern, stolzen Eigenbrötlern und angezählten Aussenseitern erzählen.

Nach dem Nachtessen um 19 Uhr folgen im zweiten Konzert ab 20 Uhr das Solothurner Duo Studer und Stampfli, der Basler Songpoet Aernschd Born mit Jan Herzog (Gitarre) sowie die Graubündner Singer/Songwriterin Corin Curschellas mit La Triada (gemeinsam mit Astrid Alexandre und Ursina Giger). Moderiert wird der «Château Chanson»-Abend von der Sängerin Danah Hiltmann.

Château Chanson am 28. Oktober 2017 um 17 und 20 Uhr (Tageskasse ab 16.30 Uhr). Platzzahl beschränkt, Reservation empfohlen. Eintritt: CHF45 (zwei Konzerte)/CHF 25 (ein Konzert), Preise exklusiv Nachtessen.

Text: Fabian Gressly, Kulturzeiger 8/17

Links

Homepage: www.chateauchanson.ch
Reservation: www.chateauchanson.ch/reservation
Flyer: PDF-Datei herunterladen

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Rolf Marti – Gopferteli (CD-Taufe)

21. August 2017
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Rolf_Marti_01_webEine Rezension von Markus Heiniger

«Gopferteli, hesch geng d Weli» (Gott verdamm mich, hast immer die Wahl, oder besser gesagt, dauernd musst du dich entscheiden, verdammt nochmal!). «Dialekt kommt dem Reim entgegen», hat Sebastian Krämer einmal nachdenklich kommentiert, als ich ihm ein Lied von Mani Matter auf meinem alten Plattenspieler vorgespielt hatte.

Und eigentlich ist er ja auch genau da geklaut, Martis Reim: Bei Mani Matters «Alpenflug». Da geht dem Piloten nämlich der Treibstoff aus, und der Passagier, der hinter ihm sitzt, merkt es. Als er es dem Piloten sagen will, versteht dieser es nicht. Irgendwann rastet der Passagier aus und brüllt in den Motorenlärm hinein: «Gopferteli, mir hei nid d Weli, warum landisch nid sofort!?» (Warum landest du nicht sofort?)

Rolf Marti nun beklagt sich allerdings ganz im Gegenteil, dass wir heute dauernd die Wahl haben, in jeder Lebenssituation. Und weil er ein echter Berner Troubadour ist, kommt es in seinem Lied, nach vermeintlich sehr vernünftigen Entscheidungen, zuletzt doch schlecht heraus. Klar, es musste ja so kommen. Berner Chansons sind oft Moritaten. Das ist gut gemacht und mit angenehmer Stimme vorgetragen. – Auf zwei Quadratmetern Fläche, wie Marti sich selber verkauft. Nun ja, seinem Vortrag, als erratischem Block auf der Bühne, täte etwas Bewegung womöglich trotz allem ganz gut. Warum, fragt man sich nach dem fünften Lied, steht er nicht hin und wieder einfach mal auf, wie Martin Betz etwa, um sich danach wieder hinzusetzen, was, wie Betz sagt, gut ist für die Gesundheit?

Egal, wir folgen Marti gerne. So oder so. Denn er zeigt uns, dass es einfach Spass macht, ohne falsche Ehrfurcht in die Fussstapfen der «Ur-Berner Troubadours» zu treten und in deren Stile ganz unverkrampft weiter zu machen. Er ist ja nicht der Einzige, der das tut. Aber er gehört zweifelsohne zu jenen, die es hervorragend machen.

Marti textet präzise und mit viel Sprachwitz, trägt trocken vor aber nicht weniger präzise und begleitet sich dabei schlicht und sauber. Dass er kein grosser Musiker ist, stört uns nicht. Und flicht er im Konzert einmal ein technisches Extra ein auf der Gitarre, ist er so stolz darauf, dass er sein Publikum in zurückhaltender Selbstironie «vorwarnt».
Ja, man hört ihm gerne zu, wenn er den Sprung eines Frosches aus dem Teich besingt, der nicht mehr zurückkommt und über dessen Schicksal im Teich alsbald die wildesten Gerüchte zirkulieren. Jeder hat eine Meinung dazu, wie es dem Frosch in der Fremde wohl ergangen ist, vom Molch bis zur Forelle. Und die trotz des Feuchtgebiets wiederum staubtrocken vorgetragene Moral der Geschichte, die sich auf den davongehüpften (und seither als verschollen geltenden) Frosch bezieht, ist für einmal sogar durchwegs positiv: «Doch egal, was isch passiert / är het’s immerhin probiert.» (Doch egal was passiert ist, er hat es immerhin probiert.)

Spannend wird es, wenn Marti den Intercity-Zug von Bern nach Zürich besteigt. Ein wenig lehnt er sich beim unverhofften Abdriften des Zuges in unbekannte Sphären bei Friedrich Dürrenmatt an, der einmal einen Zug im Tunnel in Richtung Mittelpunkt der Erde sausen lässt. Eine Dürrenmatt-Parallele, die Marti, als Information, augenzwinkernd auch gleich mit ins Lied einbaut.

Nicht nur bei diesem Chanson zeigt sich, dass gerade die streng eingehaltene Form des Genres inhaltlich nach wie vor auch Überraschendes ermöglicht. Auch wenn die Moral bei Martis Eisenbahnlied – ich weiss, ich sollte hier in meiner Rezension nicht alle Pointen verraten, aber es bleiben bei Martis Album «Gopferteli» durchaus noch welche übrig – nämlich dass das Lösen eines Tickets nicht immer die Garantie fürs Erreichen des Ziels bedeutet, etwas banal ist. Aber was macht’s? «Soyons banals!», (lasst und banal sein) sagte ja kein geringerer als Mani Matter selber. Und die möglichst banale Moral am Ende einer möglichst verrückten Geschichte ist ja mitunter ein Erkennungszeichen des Berner Chansons.

Schwächen der CD?

Dass in der Politik zu oft «Pfeifen» gewählt werden, spricht Marti nicht aus, er pfeift es uns vor. Hier intoniert er nicht ganz so rein, wie er es mit Gitarre und Stimme macht. Umso spannender ist dafür die Zusammenarbeit mit Michael Leuenberger, Kontrabass. Unterstützt Leuenberger den Berner Troubadour, kommt sofort eine musikalische Dimension ins Spiel, die übers rein funktionelle Begleiten hinausführt.

Das Album endet mit einer «Begegnung» zweier, die sich nichts mehr zu sagen haben. Wie es Rolf Marti in diesem Titel gelingt, das Wesentliche zwischen den Zeilen zu sagen, zeugt von literarischer Qualität. Das allerletzte Wort des Liedes, das er sehr verzögert ausspricht, hätte er auch ganz weglassen dürfen. Fehlte ihm dazu noch der Mut?

Ja, tritt er einmal in unserer Nähe auf, Rolf Marti, und wir haben terminlich «d Wehli», dürfte die Entscheidung nicht schwerfallen. Rolf Marti ist als präziser Handwerker und Kleinkünstler mit dem Charme des Understatements eine Entdeckung und eine echte Bereicherung.

CD-Taufe

gopferteliNach 18 Jahren Bühnenabsenz ist Rolf Marti im Herbst 2015 mit jung gebliebenen und mit neuen Berner Chansons zurückgekehrt. Jetzt ist seine erste CD erschienen. Sie heisst «Gopferteli» und wird mit einem Spezialprogramm unter dem Motto «Unerhörte und lange nicht mehr gehörte Chansons aus 35 Jahren» getauft. Rolf Marti singt die eine oder andere Premiere sowie Lieder, die er seit Jahren nicht mehr öffentlich vorgetragen hat.

Wann & wo: Samstag, 9. September 2017, 19:00 Uhr, Alte Schmiede Uettligen.

 

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www.rolfmarti.ch

Florian Schneider: Schangsongs 2

23. Juli 2017
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florian_schneider_schangsonsEine Rezension von Markus Heiniger.
Oberbaselbieter-Dialekt? «Die sprechen wenigstens nicht ganz so extrem wie ihr», sagte mir einst einer von ennet dem Jura, ein Schweizer Mittelländer, der sich von der Kultursprache Baseldeutsch wohl irgendwie bedroht fühlte. (Dass ich auch Berndeutsch spreche und singe, sagte ich ihm natürlich nicht, der Basler in mir war zu stolz.) – Worauf ich gerade abziele? Schneiders warmen, hochalemannischen Dialekt hier als provinzielles Idiom zu präsentieren? Naja, wenn es der geneigte Leser denn unbedingt so sehen will, meinetwegen. Der Sänger und Texter selber ist es ganz bestimmt nicht. Im Gegenteil.

Florian Schneider kennt die Opernbühnen Europas. Und zwar nicht nur von den Zuschauerrängen aus. Als Lyrischer Tenor sang er Opern und Operetten schon früh in Lüneburg, Ulm und Bern. Seit 1990 sang er u.a. auch Filmrollen, Brechtlieder sowie über 30 Hauptrollen an grossen Musical-Theatern; unvergessen natürlich auch jene in Andrew Lloyd Webbers «The Phantom oft the Opera», die er über 500-mal im frisch eröffneten Musical-Theater Basel gab.
Nun ist Florian Schneider Liedermacher. Mit «SchAngSongs»: Eine freundlich verspielte Übernahme des Wortes Chansons in seinen Dialekt.

Aber geht das überhaupt? Ich meine: Pavarotti als Brassens? Placido Domingo als Bob Dylan? Florian Schneider als Walther von der Vogelweide? Ja, geht. Geht gut. Ausgesprochen gut sogar. Denn es macht Florian Schneider zu Florian Schneider. Und das ist spannend. Begleitet wird der kräftige, blonde Barde von seiner eigenen Gitarre, die er zu seinen Liedern tanzen, weinen und träumen lässt.  Und vom Geiger Adam Taubitz. Vielleicht müsste man ja eher «Teufelsgeiger» sagen.

Auf dem ersten der beiden CD-Covers lehnt Schneider an einer der über tausendjährigen Wildensteiner Eichen im lauschigen Hain. Das passt. Auch wenn in seinen Liedern insgesamt wesentlich mehr Kirschbäume vorkommen als Eichen. Schneiders eigenständiger Gesang lehnt sich nicht an die alten Baumstämme an. Er kreist, fleht und schwebt vielmehr um die knorrigen, stummen Zeitzeugen herum.

Florian Schneiders Lieder sind mit grosser Kelle angerührt, klar. Mit ganz grosser. Denn der Opern- und Musicalstar taucht hemmungslos ein in die grossen Themen, die er tausendfach auf Italienisch, Englisch und Deutsch verinnerlicht hat und in langen Jahren ebenso oft in volle Säle hineingeflüstert und geschmettert: Liebe, Tod und Sehnsucht. Und einsame, nächtliche Heimwege mit blutendem Herzen und zuweilen ebensolchem Ausgang. All dies trägt Schneider auf der Zunge, ja, es bricht richtiggehend aus ihm heraus, durchwegs kraftvoll und doch stimmlich immer gerade richtig. Er singt beherzt, nicht nur weil er es kann, nein, vielmehr als wäre er erlöst, die existentiellen Themen des Lebens, seines Lebens, endlich, endlich auch in seiner eigenen Sprache, ja mit seinen eigenen Worten und packenden Grooves singen zu dürfen.

Wer ihm heute lieber aus dem Weg geht, weil Schneider in politischem Rahmen mit seinem «Rotstablied» unlängst recht medienwirksam polarisiert und provoziert hat, handelt wie einer, der zwar bestens über Mozarts Eskapaden und Launen informiert ist, dabei aber übersieht, dass der umtriebige Junge daneben ja auch noch ganz ordentliche Musik gemacht hat.

Was gibt es zu «SchAngSongS» besonders zu erwähnen? Zuerst und vor allem, dass auf beiden CDs nichts abfällt. Gar nichts. Alles kommt bei Florian Schneider und Adam Taubitz aus einem Guss, ohne dass es auch nur für ein kleines Weilchen langweilt. Zu bewegend und unterhaltend ist die Mischung aus über Jahrzehnte geschliffener Professionalität und der inspirierenden, unbändigen Lust daran, neue Wege zu gehen. Zu packend ist die Duo-Mischung aus bluesig, rockig und eigenwillig.

«Rhywäg» (Rheinweg) ist ein nächtliches Basler Stimmungsbild. Sowas kann man fast nur am Basler Rheinknie schreiben, am Dreiländereck, wo sich Basels Traum, eine Grossstadt zu sein, und der Traum der Vergangenheit, in der man tatsächlich eine war, die Hände reichen. Und so treffend kriegt es überdies bestimmt fast nur einer hin, der in der legendären kleinen Rheingass-Oper und wohl auch im eigenen Leben eine kräftige Dosis Basler Sehnsucht nach der grossen weiten Welt inhaliert hat. Das fast schon lapidare Bild dazu? Nein, nicht die käuflich, erotisch aufgeladene Kulisse. Vielmehr die Fähre – die vier Fährschiffe gleiten in Basel an Drahtseilen über den Fluss hin und her – die, trotz des Fährmanns nächtlichem Traum vom weiten Meer, auch am nächsten Tag bloss immer wieder quer über den «Bach» fährt. Schneider kann auch ganz fein provozieren in seinen Texten und die Sehnsucht seiner Zuhörer kitzeln. Ganz fein, ja, aber effektiv.

«Alts, chalts Hus» (Altes, kaltes Haus) ist autobiographisch. Es wird vom erwachsenen Sänger aufgesucht, der dem Spuk und dem Leiden der vier Wände seiner Jugend längst entronnen und entwachsen ist. Nicht lustig, was wir da hören. Aber letztlich durchaus versöhnlich. Denn in der letzten Strophe unternimmt Schneider augenzwinkernd den Versuch, es dem Publikum zu verhökern, sein altes Haus. – So locker lässt man letztlich also alte Geschichten los; danke!

«Wildesteiner Moritate» (Wildensteiner Moritaten) ist das eigentliche Meisterwerk des Barden. Schneider bearbeitet hier eine alte Volkssage. Der Liedermacher fühlt sich in eine Kindsmörderin hinein, die er in seiner Ballade so wahrhaftig verkörpert und belebt, dass auch sein verehrtes Vorbild, Walther von der Vogelweide, ja, gerade er – sässe er in Florian Schneiders Publikum – wohl einfach nicht anders könnte, als den Hut zu ziehen vor seinem Kollegen.

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Florian Schneider

Update vom 25. Juli 2017: Kurz nach Markus Heinigers Rezension erschien Florian Schneiders CD “Schangsongs 2″ auch als Empfehlung des Monats August in der Liederbestenliste. Den Text von Barbara Preusler gibt’s hier nachzulesen.

Update vom 22. August 2017: Florian Schneider ist am 24. August 2017 in der Mundartsendung Schnabelweid zu hören (Link zur Sendung).

Top CD – 1. Platz in der Liederbestenliste

Update vom 27. September 2017: Das Lied “Alts, chalts Hus” und die CD “SchangSongs 2″ schaffen es beide in der Liederbestenliste auf Platz 1. Wir gratulieren herzlich! Die Prämierung ist ebenfalls nachzulesen in der BAZ.

Pressespiegel: Stefan Heimoz – ein “Värslischmied” mit Respekt vor der Jugend

8. Juli 2017
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stefan_heimoz_education_smallIm Klassenzimmer steht er vorn, mit Mundartliedern auf der Bühne – ein Entertainer will er an beiden Orten nicht sein. Stefan Heimoz, 48, Reallehrer im Kandertal, mag die leisen Töne und alles, was nah dran ist im Leben. Von Tina Uhlmann. Foto: Mark Nolan.

In der Juni-Ausgabe der Zeitschrift “Education” erschien ein spannendes Portrait über den Liedermacher und Lehrer Stefan Heimoz, welches wir an dieser Stelle mit der freundlichen Genehmigung der Autorin veröffentlichen.

 

Links

Artikel: Seite 1 / Seite 2 / Seite 3
Original: Education (Juni 2017)
Homepage: Stefan Heimoz

Troubadix – das Aargauer Liedermacherfest für Losgebundene

9. Mai 2017
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troubadix_logo_weissAm Pfingstsonntag, den 4. Juni, findet in Bremgarten AG bereits zum 18. Mal das Troubadix-Liedermacherfest statt.

Geboren wurde die Idee 1999 von Ivo Rösch und Gabriel Kramer. Da es damals für Liedermacher/innen nur wenige Auftrittsmöglichkeiten gab, beschlossen sie kurzerhand ein eigenes Festival auf die Beine zu stellen. Sie wählten den Namen „Troubadix“ mit dem Untertitel: die Barden sind los! Eine Anspielung auf den gleichnamigen Musikus aus Asterix und Obelix, der – mit einem dermassen disharmonischen Talent gesegnet – für gewöhnlich am Ende der Geschichte an einem Baum angebunden und somit akkustisch unschädlich gemacht wird.

Das Troubadix blickt inzwischen nicht nur auf eine ansehnliche Tradition mit diversen Austragungsorten zurück, sondern es ist auch das einzige uns bekannte Festival, welches mit zwei strengen Regeln aufwartet: erstens dürfen nur selbstgeschriebene Lieder gespielt werden und zweitens müssen diese Lieder zwingend neu sein. Kein Lied darf am Troubadix also zwei Mal gespielt werden – egal, wie gut oder beliebt es ist. Der Gedanke der Veranstalter dahinter ist klar: sie möchten die Kreativität der Liederschaffenden aktiv anspornen und belohnen. Letzteres findet in Form eines Wettbewerbes statt: die besten Lieder werden prämiert und bilden das Finale des Anlasses.

Wer ist eingeladen zum Fest? Einerseits natürlich Liedermacher/innen, welche ihre Lieder präsentieren möchten. Andererseits aber auch mutige Zuhörer/innen, welche gewillt sind, den beherzten Klängen der losgelassenen Barden und Bardinnen zu lauschen.

Weitere Infos zum Anlass sowie dessen Geschichte: www.troubadix.org

Aernschd Born: Eifach e Lied

4. Mai 2017
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EeL_Umschlag_rot_www_grossBuchveröffentlichung Aernschd Born: Eifach e Lied. Die Worte meiner Songs aus fünf Jahrzehnten 1967 – 2017.

1967 schrieb Aernschd Born seine ersten Lieder. Inzwischen sind hunderte von Songs entstanden. Persönliche Chansons, gesellschaftspolitische Balladen, satirische Geschichten. Mal witzig-ironisch. Mal aufwühlend direkt. Mal präzis recherchiert. In Basler Mundart und Deutsch.

Weit über 200 seiner Chanson-Texte hat Aernschd Born nun zu seinem 50-jährigen Lied-Jubiläum in einem 500-seitigen Buch gesammelt. Sie reichen von zweizeiligen Gedankenliedchen bis hin zu Informationsballaden über viele Seiten. Borns Texte zeigen deutlich, warum dieser Song-Poet aus Basel als einer der wichtigsten Schweizer Vertreter des aktuellen Mundart-Liedes gilt. Jedes seiner Lieder besticht durch klare Aussagen zur Zeit.

So liegt mit der vorliegenden Textsammlung nicht nur ein Zeitdokument vor, sondern auch ein vielfältiger Kommentar zur Lage der letzten Jahrzehnte. Da sich Born stets auch kulturell und politisch aktiv engagierte, sei es gegen die Atomkraft, gegen die Armut oder sei es durch sein Engagement für das allgemeine Liedschaffen in der Schweiz, spiegeln seine Texte erlebte helvetische Realitäten.

Neben dem Vorwort von Rap-Poet Grégoire “Greis” Vuilleumier und Aernschd Borns Lebenslauf hilft ein kleines Wörterbuch, Basler Mundartausdrücke besser zu verstehen. Eine Bibliographie und Diskographie runden Borns Liedertextbuch ab.

Buch

Aernschd Born, Eifach e Lied – Die Worte meiner Songs aus fünf Jahrzehnten, 1967 – 2017
230 Liedertexte in Basler Mundart und Deutsch
504 Seiten
Vorwort des Schweizer Rap-Poeten “Greis”
Illustrationen
Lebenslauf
Kleines Wörterbuch Mundart / Deutsch
Bibliographie, Diskographie
Verlag ambripress, Basel, ISBN 978-3-905367-12-6

Kontakt

Projekt Mensch Management, Barbara Preusler
+41 79 606 75 78, email hidden; JavaScript is required

Update vom 12.10.17:
Aernschd Born und sein Buch sind auch zu hören in der Sendung Schnabelweid auf Radio SRF.

Die Chansonade groovt und rappt auch 2017

25. April 2017
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milena_und_band1Am Freitag, 21. April, und Samstag, 22. April fand die nunmehr neunte Ausgabe der Chansonade statt. Mit 21 Auftretenden war das Programm auch dieses Jahr reichhaltig. Besonders bemerkenswert: erstmals standen heuer mehr Künstlerinnen als Künstler auf der Bühne.

Hochkarätig und vielfältig waren sie auch dieses Jahr die Acts, welche an der Chansonade geboten wurden. Musikalische „Stegreif Comedy“ (Pumpernickel) – man lese: Lieder, die tatsächlich erst vor Ort und mit dem Publikum entstanden – waren dabei ebenso vertreten wie szenisches Chanson (Bruna Guerriero) und Gedichtvertonungen der Frutigtaler Dichterin Maria Lauber (Trummer). Bei letzteren musste man gut hinhören, ist der Frutigtaler-Dialekt doch so ganz (und erfrischend) anders als das, was man gemeinhin an Dialekten zu hören bekommt.
Am Samstag führte die musikalische Reise von französisch-luzernischen Chansons (Milena) über italienische Canzoni, die urplötzlich durch perkussiven Mundartrap durchbrochen wurden (Todisco & Messerli), bis hin zu hochdeutschen und schliesslich zürichdeutschen Liedern mit „Hieb und Stich“ (La Floretteuse). Beschlossen wurde die diesjährige Chansonade durch Marco Zappa, der mit seinem Programm „PuntEBarrier“ gleichzeitig das 50-jährige Bühnenjubiläum feiert.
Besonders gut vertreten waren in diesem Jahr vor allem auch die Liedermacherinnen: insgesamt stellten sie 11 von 21 Künstler/innen und waren damit sogar – erstmalig seit Beginn der Chansonade – in der Mehrzahl!
Auch dieses Jahr durften wir bei der Durchführung der Chansonade auf die Unterstützung zahlreicher Personen zählen. Unser ganz spezieller Dank geht an:

– den ktv und Eclipse (für die erfreuliche Zusammenarbeit und das Bühnenequipment)
– die Designerin (für das Erstellen der Plakate und Flyer)
– die Künstler/innen (für 21 x 20 Minuten Magie im Scheinwerferlicht)
– die Moderator/innen (für die charmanten Ansagen und den passenden Rahmen)
– die Techniker (für das stundenlange Ausharren im sauerstoffarmen Untergrund)
– die Standbetreuer/innen (fürs Social-Networking und das Werben)

chansonade_2017_todisco_messerli

Last but not least danken wir auch unserem Publikum und allen weiteren guten Seelen, welche am und um den Anlass herum zum Gelingen desselben beigetragen haben. Bereits jetzt freuen wir uns auf ein Wiedersehen an der nächsten Chansonade im 2018!

Foto 1: Milena und Band mit “Chocolat Rouge”.
Foto 2: Todisco und Messerli rappen die Bühne.

Bühne frei für die Chansonade 2017

21. März 2017
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mosaik_chansonadeBereits zum neunten Male laden wir Sie im Rahmen der Schweizer Künstlerbörse ganz herzlich zur Chansonade der LiederLobby ein. Auch in der diesjährigen Ausgabe dürfen wir Ihnen ein volles Programm mit 21 Künstler/-innen präsentieren: vom Freitag, 21. April, ab 14.30 Uhr, bis am Samstag, 22. April, um 19.30 Uhr reiht sich somit praktisch halbstündlich Act an Act und bietet Ihnen eine breite Fülle an Liedermachenden, welche Ihre Lieder, Chansons und Songs in Sets à 20 Minuten darbieten. Die Chansonade befindet sich etwa in der Mitte der Exposition in der Nähe der bar des artistes (seitlichen Abgang benutzen). Der Eintritt ist frei – Sie können die Chansonade also auch ohne Börsenpass besuchen.

Ebenfalls wird die LiederLobby mit einem Stand gleich beim Eingang der Chansonade präsent sein. Gerne laden wir Sie zu einem Getränk und einem kleinen Snack ein und stellen Ihnen die Lobby genauer vor. Natürlich würden wir uns freuen, wenn Sie gleich vor Ort und Stelle Mitglied oder Gönner/-in der Lobby werden!

Anbei finden Sie das Programm sowie Links auf die Webseiten der Künstler/-innen. Bereits jetzt wünschen wir Ihnen viel Vergnügen bei Ihrer Reise durch die ebenso bunte wie abwechslungsreiche Welt der Liedermachenden!

Künstler/-innen

Freitag: Pumpernickel, Martina’s Best, Katharina Berger, Bastler & Grautier, Bruna Guerriero, Simon Fankhauser, Brigitte Marolf, Trummer, sonix

Samstag: Jacqui Chocolat, Esther Hasler, Martin Hauzenberger, Misurina, Christoph Bürgin & Mark Koch, Pidu und ich, Milena, Todisco & Messerli, Irene Mazza, Rolf Luginbuehl, La Floretteuse, Marco Zappa & Friends

Programm

plakate_doppelt_25prozentDas Programm gibt es in verschiedenen Formaten und Auflösungen:

Grafischer Flyer: 150dpi / 300dpi / 600dpi / flyer_print
Plakate: 150dpi / 300dpi / 600dpi / fr_print / sa_print
Schweizer Künstlerbörse: Programm
LiederLobby: Agenda

Ort

KKThun: Lage & Anreise 

 

Chansonade

Impressionen zur Chansonade 2015 finden Sie in dieser Diashow.

Château Chanson

Bereits jetzt machen wir Sie auch auf unsere Herbstveranstaltung Château Chanson aufmerksam. Am Samstag, 28. Oktober 2017, haben Sie auch dort Gelegenheit 6 weitere Liedermachende auf der Bühne zu erleben:

Homepage: www.chateauchanson.ch
Flyer & Programm: Château Chanson

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte direkt an uns (siehe Kontaktseite).

Generalversammlung in der La Cappella Bern

6. März 2017
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la_cappellaAm kommenden Sonntag, 12. März, findet die Generalversammlung der LiederLobby statt. Wir sind diesmal zu Gast im überaus reizvollen La Cappella in Bern, jener sagenumwobenen Stätte also, die auf geradezu magische Weise den Charme einer Kirche mit dem Zauber einer Kleinbühne vereint. Musikalisch eröffnen wird diesen Anlass Irene Mazza (um 10 Uhr). Eintreffen darf man aber auch schon früher (ab 9.30 Uhr). Im Anschluss an den statutarischen Teil findet das Mittagessen statt (ca. 12 Uhr). Anmeldungen sind über diesen Link möglich. Bereits jetzt freuen wir uns auf spannende Diskussionen und eine zahlreiche Teilnahme!
Programm

– 9.30 Uhr: gemütliches Eintreffen mit Kaffee & Gipfeli
– 10.00 Uhr: musikalische Eröffung durch Irene Mazza
anschliessend: statutarischer Teil
– 12.00 Uhr: Mittagessen