Rezension: Sonix – Dinge, die ändern

13. November 2016
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sonix_cover1Eine Rezension von Markus Heiniger.

Sie heisst Sonix, kommt aus der Schweiz und singt ihre eigenen Songs. Auf Deutsch. Mit sanfter, ausdrucksstarker Stimme. Dicht Getextet, oder wohl besser gesagt, präzise gedichtet, gleichzeitig leichtfüssig und klar. Völlig frei von schweizerisch, markiger Mundart-Einfärbung – Deutsch eben – dafür mit einem wohltuenden Schuss Blues im Blut.

Sonja Wanner rockt zusammen mit ihrer Band zurzeit ganz schön die Schweizer Bühnen. Und die Deutsche Lieder-Bestenliste. Denn auch den Kritikern ennet des Rheins ist das starke Gesamtpaket nicht entgangen. Apropos „rockt“: Sonix klingt eher nach Folk und Blues. Und, das Wichtigste, nach Sonix.

Selber bezeichnet sich die gelernte Schauspielerin und Musikerin als Liedermacherin, Sängerin und Freigeist. Letzteres wird man wohl fast zwangsläufig, gibt frau beim Stemmen des Lebens(unterhalts) als Mutter von Zwillingen das Schreiben und Singen eigener Lieder nie auf.

Was gibt es auf der CD zu hören? „Sing Halleluja, öffne dein Herz, stell das Denken ein, den Körper lass sein, sing Halleluja, vergiss deinen Schmerz, all deine Pein, lass nur das Jetzt hinein!“. Das ist positiver als mancher der folgenden Texte. Und doch strahlen Licht und Sound dieses Hallelujas hell und warm über das ganze Album und bis hinein in die engsten Ritzen aller folgenden Tracks, einschliesslich des mutig ausufernden Titels „Schmerz“. Und wie beiläufig sagt Sonix in ihrem Eröffnungssong auch, worum es ihr wohl wirklich geht in all ihren Liedern. Etwas, was so direkt und schnörkellos nur selten ein versierter Texter zu sagen wagt: „Hör in dich hinein, was dir die Liebe sagt!“

Grossmutters Hände“ ist eine ihrer ganz starken Nummern. Werner Weldon an der Gitarre, Achim Drüke am Bass und Ferdinand Rauber an der Percussion legen einen dunkelblauen, beinahe schwarzen Teppich unter eine Hommage an eine kluge, alte Frau, die längst weiss, worauf es im Leben ankommt (und worauf nicht). Schon nach den ersten Takten fällt man in den Song hinein und sieht sich wenig später selber als Kind in der Küche der eigenen Grossmutter stehen. Im Dampf und Qualm eines ungeduldig erwarteten Essens und Lebens.

In „Alleinerziehend“ lehnt die am Weihnachtstag 1969 geborene bei Zürich aufgewachsene attraktive braunäugige Künstlerin in der Erinnerung an einer Wand und beobachtet konzentriert ihr Kind, das im Wasser planscht. Hat sie alles erledigt, was es zu erledigen gilt? Bestimmt hat sie etwas vergessen. Wie könnte es auch anders sein. Denn sie ist „Mutter, Vater, Spielgefährte, Businessfrau und Krankenschwester, Freundin, Köchin, Krisenrat und mehr.“ Für einen ganz kleinen Augenblick schweift sie, so an der Wand lehnend, in die Erinnerung alter Tage ab und versucht sich darauf zu besinnen, was damals ihre Träume waren, die gestresste Mutter von heute, die vom Büro zu ihren Kindern rennt und wieder zurück. Ein von Selbstmitleid geprägtes Lied? Nein. Bloss eine sich schonungslos erinnernde Songwriterin, die, ohne zu beschönigen, singt, wie’s halt ist. Und war.

Keine Flagge für niemand“ schliesslich ist ein trotziges, stolzes Bekenntnis einer Frau mit einer bunten nationalen Herkunft. „Müsste ich mir eine Flagge wählen, ich schwörs, ich käm in Not…“ „Müsst ich mir eine Hautfarbe wählen, ich schwörs, ich käm in Not…“ „Müsst ich mir einen Glauben wählen, ich schwörs, ich käm in Not.“ Sonix leistet Widerstand und wählt nichts. Gar nichts. Denn sie will einfach nur Europäerin sein und Mensch. Ein liebender Mensch.

Gibt es Schwachstellen auf dem Album? Vielleicht unmittelbar nach Track 12. Denn da ist die CD zu Ende. Schon, möchte man sagen. Und beginnt mit Hören gleich nochmal von vorne. Geniesst die Stellen, an denen Monique Baumanns Flöte erklingt. Und versucht die Assoziationen zu entwirren im Song „Echo“, in dem Sonix von ihrer „Zeit als Frau im Kind“ singt. Spätestens hier wird einem bewusst, was Sprache kann: Wenn man sich in Sonix‘ Stimme selber als Mensch im Kind erkennt, das man war. Gut, dass es noch lange nicht vorbei zu sein scheint mit starken Deutschen Songs.

Link
www.sonix.ch

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf “Ein Achtel Lorbeerblatt“.

Herzlich willkommen bei Château Chanson!

25. Oktober 2016
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Am 12. November 2016 findet die inzwischen dritte Ausgabe des Kleinfestivals Château Chanson statt. Gerne laden wir Sie zu diesem ganz speziellen Anlass ein!

chch2016_p1Mit dabei sind 6 Liedermachende aus ganz unterschiedlichen Regionen der Schweiz auf: Ost-, Mittel- und sogar die Westschweiz sind diesmal vertreten und bieten eine sowohl sprachlich als auch musikalisch reichhaltige Palette an Liedern und Chansons. Austragungsort von Château Chanson ist auch diesmal das schmucke Solothurner Schloss Waldegg. Eine Gelegenheit also zum gemütlichen Beisammensein bei einem Glas Wein – auf Wunsch auch mit einem Abendessen zwischen den zwei Konzertblöcken.

 

 

Auftretende: Esther Hasler, Bel Hubert, Dülü Dubach, Weniger Egli, Trummer
Moderation: Danah
Datum: Samstag, 12. November 2016
Zeit: 17 Uhr (erstes Set), 20 Uhr (zweites Set)
Abendessen: 19 Uhr
Preise: Fr. 25.- (einzelnes Konzert), Fr. 40.- (beide Konzerte)
Infos: Flyer
Link: www.chateauchanson.ch

Mitglieder der Liederlobby erhalten den Konzerteintritt zu ermässigtem Preis (Fr. 20.- statt 40.-; bitte an der Kasse angeben). Château Chanson ist neben der Chansonade der zweite grössere Anlass im Vereinsjahr, bei welchem die Möglichkeit besteht, Mitglieder der LiederLobby zu treffen und sich auszutauschen.

Christoph Bürgin – Chömmer so lo

19. Oktober 2016
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christof_buergin_choemmer_so_lo_coverEine Rezension von Markus Heiniger

Ganz so solo wie der Titel des Mundart-Albums vermuten liesse, ist Christoph Bürgins erste Liedermacher-CD nicht. Abgesehen davon, dass der im Kanton Solothurn geborene Ur-Schaffhausener vier Titel solo eingespielt hat, unterstützen ihn auf „CHÖMMER SO LO“ (Können wir so lassen) nämlich stets ein paar formidable Bandmusiker. Aber „so lo“ ist natürlich ein Wortspiel und kann auch als „so belassen“ gelesen werden. Möchte man die CD aber tatsächlich so belassen, wie sie ist?

Eh nicht: Weshalb? In Christof Stählins legendärem Programm „Schluchten des Alltags“ erhält der Schöpfer der Welt am sechsten Tage seines Schaffens Besuch. Vom Teufel. Dieser betrachtet sich Gottes frisch erschaffene Werke eingehend und meint darauf mit verschlagener Anerkennung: „Kompliment. Wenn ich du wäre, ich würde alles genau so lassen!“

Am stärksten ist Bürgin, wenn er Geschichten erzählt. „Glattdecker Riifall“ (Glattdecker Rheinfall) allen voran. Das Lied handelt von den ersten grossen Dampfschiffen auf dem Bodensee, von denen eines, eben die „Riifall“, wegen einer Explosion des Dampfkessels, gesunken ist – damals, noch bevor Eisenbahnen und Autos qualmten – und fünf Menschen mit sich in die Tiefen gerissen hat. „Em Mäntig vor Wiehnacht noch de Zwei isch es gsy“ (Am Montag vor Weihnachten nach 14.00 Uhr war‘s) „En Knall wie ‘nen Donner und d Reis isch verby“, (Ein Knall wie ein Donner und die Reise ist vorbei.) Der Moment der Katastrophe wird, in einem wunderbar epischen Chanson, lakonisch präzise beschrieben. Der Pfarrer muss dran glauben, ein Käser, der Steuermann sowie „Frau Sager und Frau Stoll“. Bürgin hat genau recherchiert. Und es gelingt ihm, uns ein grosses Verkehrsunglück des 19. Jahrhunderts bildhaft und lebendig vor Augen zu führen.

Schwachpunkte? Man wünscht sich in Bürgins Stimme hie und a ein bisschen mehr Distanz, ja womöglich sogar einen Hauch Beiläufigkeit, wenn er Dinge sagt wie „Riisegrossi Schiiff, fascht hundert Tone schwer“ (Riesengrosse Schiffe, fast hundert Tonnen schwer.“ Die Dampfer werden durch Pathos und Druck in den Stimmbändern nicht grösser.

Doch vieles möchte man durchaus „so lo“ beim späten Erstling, des erprobten Bandmusikers mit Jahrgang 1957. Die Gitarrensounds etwa, nicht zuletzt jene mit „bottleneck erzeugten“, sind vom Feinsten. Seine Band begleitet den Schaffhausener dynamisch und stimmig, Das in der Regel heikle Zusammenspiel der Harmonieinstrumente Gitarre und Klavier ist professionell abgestimmt. Und vor allem: Man hört ihm gerne zu, dem Barden. Dass Bürgin seine Lieder immer wieder an Fluss- und Seeufern ansiedelt oder draussen auf dem Wasser, darf wohl schon jetzt als Markenzeichen angesehen werden:

Da fahren in „Si stuuned nid schlecht“ (Sie staunen nicht schlecht) geheimnisvolle Schiffe in Häfen ein. Da gibt es, in einem anderen Lied, einen „Fährmann“, der geheimnisvollen, nächtlichen Besuch von drei Musikanten erhält, welche des Fährmanns Tochter, Rattenfängern gleich, aus ihrem Dornröschenschlaf fiedeln und grooven. „Die Aalte Säck“ (die alten Säcke) wiederum erzählen von ihren wilden Fahrten mit dem Weidling auf die Insel Reichenau, wo sie sich „die Lampe“ zu füllen pflegen. Das Lied betrachtet die „alten Säcke“ aus der Perspektive eines wohl noch etwas schüchternen Jungen. Bei den derben „Alten“ handelt es sich demnach wohl kaum um wirklich Alte. Eher um Halbstarke.

Eher schwach ist eigentlich bloss der letzte Track, „Gorilla“. Darin muss der physisch mächtigste unter den Hominiden als Metapher für „Die Sau rauslassen“ herhalten. Bürgin dürfte mit seinem Gorilla auf gewisse Wetterpropheten sowie auf Politiker anspielen, die mit ihren sexuellen Eskapaden unlängst unangenehm auf sich aufmerksam gemacht haben. Der Song, obwohl keine erstklassige Satire, funktioniert durchaus. Aber nur weil ein Bild verstanden wird, muss es deswegen noch lange nicht stimmen. Was ist falsch? Gorillas sind die bei weitem sanftesten unter unseren näheren Verwandten*. Mit leiser und vielschichtiger Kommunikation halten die Riesen, nicht nur Mutter und Kind, steten Kontakt untereinander und die Aggressionsschwelle dabei – gerade auch für Menschliche Begriffe – unglaublich tief. In Zeiten voller Lärm und Gewalt sollten wir langsam aber sicher unsere wahren Vorbilder kennen lernen.

Bürgins Erstling „CHÖMMER SO LO“ ist dem Liedermacher gut geglückt. Christoph Bürgin ist eine Bereicherung der Schweizer Liedermacher-Szene. Man darf gespannt sein, wie er sich weiterentwickelt.

*Quelle „Menschenaffen, Mutter und Kind von Jörg Hess, (German Edition BaZVy)

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www.christophbuergin.ch

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf “Ein Achtel Lorbeerblatt“.

Gipfeltreffen dreier Liedermacher

11. Oktober 2016
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Zum ersten Mal fand im September auf dem Niesen das „Gipfeltreffen“ der Liedermacher statt. Mit dabei: Adi Halter, Dänu Brüggemann und Stefan Heimoz. Wer den Anlass verpasst hat, erhält hier immerhin die Gelegenheit, die Highlights aus dem Frutigländer von 27. September 2016 nachzulesen.

gipfeltreffen2016_frutiglaender

Mischa Wyss – Wortwärts

17. September 2016
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mischawyss_cdcoverEine Rezension zu Mischa Wyss’ CD “Wortwärts” (erschienen 2016), von Markus Heiniger.

Berner haben keine Songs. Sie machen Chansons. Wenn sie Troubadoure sind. Heute beleben die Erben der in den 1960ern von Georges Brassens inspirierten Begründer des Genres die Bühnen rund um die Aare-Stadt. Gitarristisch ist seither einiges gegangen. Nur sprachlich reissen leider nach wie vor die meisten die Latte beim Versuch die von Mani Matter und Fritz Widmer scheinbar so locker übersprungene Höhe zu erreichen.

Einer der Jungen, ein im Grunde eher schwacher Gitarrist, ist nun aber um Haaresbreite dran, an der Höhe. Zwar singt er „eusi“ statt „üsi“ (unsere). Aber das kann sich der Wahlberner leisten. Irgendwie. Denn Mischa Wyss ist gegenwärtig eindeutig einer der besten seines Fachs.

„Wortsensibel“ seien seine Lieder, sagt der junge Germanist und Physiker über sich und seinen Erstling. Darin verwebt er Wortwitz, Sprachspielereien und Metaphern in melancholischer Grundstimmung, als wäre es keine Kunst. Ist es aber. Das spürt auch sein Publikum, das ihn liebt und feiert. Mani Matter hat zwar auch er noch nicht erreicht, auch wenn ihn die eine oder andere euphorische Stimme schon mal mit ihm vergleicht. Aber das ist albern. Als würde ein talentierter Jung-Komponist neben Mozart gestellt. Geht gar nicht.

Was gibt es zu hören auf der CD? „Haarigi Romanze“ (Haarige Romanze) eröffnet das Album. Zwei Haare auf einem sich nachts auf einem Kissen hin und her wälzenden Kopf kommen sich näher. Es knistert. „Si locke, oha, mit Locke sich a“ (Sie locken, oha, mit Locken sich an.) Wyss hält die pace beim Kreativ-Frisieren von Sprachbildern hoch. Das Schlechte an der Geschichte ist eigentlich nur die Wendung, die sie nimmt. Denn kaum verheiratet beginnt beim Paar auch schon die tägliche Haarspalterei. Und zuletzt lässt es sich, so musste es ja kommen, scheiteln.

So blumig und nett das alles wirkt, Wyss‘ Humor ist tatsächlich auch immer wieder überraschend abgründig und erfrischend frech. Nicht zuletzt live in seinen Liedansagen. Etwa wenn er zu seinem „Farbstift“ erklärt, es komme ihm bei Menschen nicht auf Schönheit an, sondern auf die inneren Werte. Ausserdem seien eh alle Menschen schön. Ohne Ausnahme. Punkt. Ja, klar. Das wussten wir im Grunde doch alle. Endlich sagt es wieder einmal einer. Wir nicken berückt. Dem einen und andern entfleucht ein leiser Seufzer. Eine Dame nestelt in den Abgründen ihrer Handtasche nach einem Taschentuch. Und schon sind wir, blind und unbedarft, in Wyss‘ ausgelegte Schlinge getappt. Die er nun wie beiläufig zuzieht, als er ganz trocken anfügt: „Und mängge gseht mes sogar a.“ (Und manchen sieht man es sogar an.)

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Wyss greift in seinen Liedern nach den Sternen. Und setzt dabei ganz unverhofft auf der Erde auf.  Das geht so:

In „Ufo“ erhalten wir Besuch von Ausserirdischen. Als der Bundesrat nach langem Beraten endlich beschlossen hat, den Besuch nun doch in Frieden zu empfangen und dessen Überlegenheit in jeder Hinsicht ausgiebig gewürdigt ist, stellt man den hyperintelligenten Aliens ganz bange die uns schon so lange quälenden Fragen nach dem Anfang und dem Ende des Universums sowie nach dem ewigen Leben.

Oh, meinen die Ausserirdischen, nichts leichter als dies alles zu beantworten. Aber zuvor möchten sie gerne uns ein paar existentielle Antworten auf Fragen, die sie quälen, entlocken. „Warum nur hat man nach dem Waschen immer bloss einzelne Socken?“ Warum steckt, wenn es eilt, genau, unser UFO stets im Stau? Weshalb nur können sich die meisten, was sie sich wünschen, knapp nicht leisten?“ – Nun, öhm, mit solcherlei Fragen hätten die Menschen jetzt gerade nicht gerechnet. Ernüchterung macht sich breit. Doch nur kurz. Denn schon bald obsiegt wieder die Freude darüber, dass wir also doch nicht ganz allein sind in den Weiten des Alls. Auch wenn unsere Nachbarn sich mit denselben Problemen „in Grün“ rumschlagen wie wir.

Wirkliche Schwachstellen gibt es eigentlich kaum auf dem Album. Denn in „Trüebsal blase“ (Trübsal blasen) besingt Mischa Wyss ganz offen und schonungslos seinen Schmerz darüber, dass er als eher schwach begabter Musiker nicht weiss wohin mit seiner ganzen Melancholie. Während andere auf Violinsaiten oder in den unergründlichen Tiefen einer Klaviatur Linderung erfahren, bleibe ihm nur seine Schwermut in Worte zu fassen. Und in die Melodien des Troubadours. Er tut es so leichtfüssig wie nur wenige. Möge er sein eben erst begonnenes Handwerk noch lange ausüben. In Lebensjahren gerechnet mindestens so viele wie jene von Mozart und Mani Matter zusammengezählt.

Link

www.mischawyss.ch

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf Ein Achtel Lorbeerblatt.

Martin Betz, Hohe Lieder für tiefe Stimme

30. August 2016
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Martin_BetzEine Rezension zu Martin Betz’ CD “Hohe Lieder für tiefe Stimme” (erschienen 2016), von Markus Heiniger.

„Gebürtiger Amerikaner, gelernter Schwabe, praktizierender Berliner.“ Sagt Martin Betz (*1964) über sich selber. Und bricht dabei gerade ein paar Schriftzeichen zu früh ab. „Praktizierender Berliner Liedermacher“ müsste es nämlich heissen. Aber das wäre ihm dann wohl einen Tick zu banal. Warum? Man kann darüber nur Vermutungen anstellen. Womöglich weil der Sammler von Kinderklavieren es seinem Publikum offen lassen möchte, ihn als Gesamtkunstwerk selber zu entdecken.

„…für tiefe Stimme“ steht auf seiner neuesten CD geschrieben. Strenggenommen eine Lüge. Denn, so würde das ungezogene Kind im Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ bestimmt sagen: Er hat ja gar keine! Also nicht keine im Sinne eines Stummen. Nein, im Sinne der Knef vielmehr, über die die Jazz-Sängerin Ella Fitzgerald einmal gesagt hat, sie sei die grösste Sängerin ohne Stimme. Braucht einer der Besten der Liedermacher-Zunft eine?

Spricht und singt Martin Betz, geht sowieso was ab. Und er tut es schön abwechslungsweise: Singen (sitzend am Klavier) und sprechen (stehend neben dem Klavier). Das habe sich so bewährt, meint er und sei zudem gut für die Linie. Seine Texte sind präzis, seine Kompositionen filigran. Und sein Humor abgründig. Und gleichzeitig erstaunlich gewinnend. Ach, und ja, seine Stimme ist tief. Irgendwie. Im Gegensatz zum Niveau seiner Lieder. Und immer genau dann, wenn diese um ein Fitzelchen zu viel an Höhe zu gewinnen drohen, sticht Betz der Hafer. Dann wird er schon mal lapidar. Etwa wenn er im Lied mit dem hochtrabenden Titel „Über die Magie des Augenblicks“ schreibt, (es folgt hier der ungekürzte Text): „Manchmal, da weiss ich einfach vom blossen ersten Ansehen schon: / Dich würd ich nicht von der Bettkante stossen, sondern vom Balkon.“ Oder er lässt in seine Lieder fürs Publikum scheinbar unentbehrliche Informationen einfliessen wie: „Dies war die erste Strophe. Es folgt die zweite.“ (In der es, was nach einer solchen Ansage ja zu erwarten war, natürlich noch dicker kommt.)

Was ist zu hören auf seiner neuesten CD? Der begnadete Moderator und Situationskomiker ist unter anderem ein Meister des „Reihenlieds“. Ganz unterschiedliche Strophen führen dabei jeweils zu einem sie verbindenden Refrain hin, welcher am Schluss des Chansons durchaus eine völlig unerwartete Wendung nehmen, also mit einer Pointe enden kann. Ein Solches „Reihenlied“ begegnet uns in Track 4, „Nach Arbeit aussehen“. Es beschäftigt sich mit all unseren Posen, die unser Tun nach Tugenden wie Fleiss und Gewissenhaftigkeit aussehen lassen. Spätestens hier zieht Martin Betz den bislang vielleicht noch unentschiedenen Hörer auf seine Seite. Denn es wird klar, bevor er irgendjemanden mit Spott überhäuft, lacht er über sich selber.

„Prima, super, irre, toll“ ist eine ganz besondere Kostprobe des sprachlich Hochbegabten mit seiner geheimnisvollen Narbe am Rande seines rechten Auges. Leute wollten schon wissen, ob es sich dabei um einen besonders riskanten „Schmiss“ handle, den er sich in einer schlagenden Studentenbewegung geholt hätte. Wenn es denn tatsächlich so wäre, fände es der Frager bestimmt „prima, super, irre toll“. Aber Martin Betz weiss – gerade auch im gleichnamigen Lied und dort bis hin zur schonungslosen Attacke auf unsere Lachmuskeln – hinter „prima, super, irre toll“ stecken meistens recht unspektakuläre Wahrheiten.

Nun könnten wir natürlich weitere Liedbeispiele anfügen und darüber rätseln, was die Faszination seines mit Tasteninstrumenten und Kontrabass (David Hagen) sowie durchgehend eher gedämpfter Stimme aufgenommenen Albums ausmacht, in welchem die teils jazzigen, teils klassischen Akkorde, kontrapunktischen Sequenzen, Läufe und Triller, abwechselnd auf Klavier und Orgel gespielt, eher das Understatement suchen als den vollen Klang. Liegt das Faszinosum im Phänomen, wie da einer mit Wortkunst und –witz die Welt sichtbar macht? Ist es einfach seine grosse Bühnenpräsenz, die irgendwie auch auf die CD überschwappt? „Gründe interessieren nicht“, meint Betz selber dazu in einem seiner Lieder. Meistens nicht, sei hier entgegnet. Denn vielleicht interessiert ja folgendes.

Noch viel mehr als gelernter Berliner ist Martin Betz ganz bestimmt gelernter SAGO. Ur-SAGO sogar. Einer der ersten Schüler Christof Stählins also, der 1989 seine Akademie für Poesie und Musik SAGO gegründet hat. Martin Betz ist dem Künstlerkreis um Stählin bis heute, also bis über des Lehrers und Freundes Tod (2015) hinaus, treu geblieben. Als einer, der Stählins Devise „Meine Lieder sind geschliffen aber nicht scharf“ in allen Facetten verinnerlicht hat. Auf dieser Grundlage hat Martin Betz zu seiner ganz eigenen Sprache gefunden, die sein Publikum immer wieder aufhorchen und befreit lachen lässt. Schmunzeln und staunen.

Markus Heiniger rezensiert regelmässig Liedermacher aus Deutschland und der Schweiz. Dieser Artikel erschien ursprünglich bei Ein Achtel Lorbeerblatt.

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Homepage: Martin Betz

Oli Kehrli – Zuekunftsnostalgie

10. August 2016
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oli_kehrli_cd_cover_zuekunftsnostalgieIm April dieses Jahres erschien Oli Kehrlis CD “Zuekunftsnostalgie”. Eine Rezension von Markus Heiniger.

Oli Kehrli setzt mit seinem neuen Album Massstäbe, den ehemaligen Spieler der „bleus“, also der Französischen Fussball Nationalmannschaft, den jetzigen Berner (YB)-Stürmer Guillaume Hoarau, für ein Featuring zu gewinnen. Kurz, Kehrli und Hoarau singen zusammen. Im Lied „LES PASSANTES“. (Die flüchtigen Bekanntschaften mit Frauen.) Zuerst abwechslungsweise, Kehrli Berndeutsch, Hoarau Französich, schliesslich, beide Französisch, im Duett. Was daran so beachtlich ist?

Erstens können die beiden singen und haben, wie könnte es anders sein, grossen Spass daran. Und zweitens findet Kehrlis Kunst – er ist der Liedermacher mit der wohl grössten stilistischen Nähe zur Tradition der „alten“ Berner Troubadours rund um Mani Matter – auf diese Weise den Weg zum einen oder anderen Hörer, der sich das neue Album oder eines seiner Konzerte sonst womöglich nicht angehört hätte.

Und die “Massstab-setz-Liste“ ist damit noch lange nicht abgearbeitet. Bei weitem nicht. Drittens funkelt beim Gitarrenspieler und Sänger Oli Kehrli nämlich immer wieder diese Teufelsvioline im Hintergrund auf, die den Troubadour auf einem Niveau begleitet, welches sein Feuer und seinen Schliff – der Autor dieses Textes weiss näheres – auf den Weltbühnen der Klassischen Musik vervollkommnet hat. Lassen wir dem Phänomen dieser mit Zauberbogen gestrichenen Begleitstimme hier aber den Hauch des Geheimnisvollen, welcher die unglaublich subtilen Begleitungen ja eh umweht.

Last but not least ist es Oli Kehrli mittlerweile gelungen für sein Schaffen namhafte Sponsoren zu finden, wie dem CD-Cover zu entnehmen ist. Dies zeugt davon, dass er mit seiner Kunst nicht nur ein Publikum erreicht (und hat!) sondern auch potente Geldgeber vom kulturellen Wert seines Schaffens zu überzeugen vermag.

Was singt Oli Kehrli auf seinem neuen Album?  Der künstlerische Ziehsohn des Mani-Matter-Freundes Jacob Stickelberger beherrscht nicht zuletzt das erzählen von Witzen in Liedform. Fritz Widmer lässt grüssen. In „Ä JEGER IM WALD“ (ein Jäger im Wald) etwa, in „PARKBUESS“ (Parkbusse) oder in, „LENA“, einem Lied, in dem er in bester Berner Troubadour-Manier in Form einer nachgelieferten Moral auf die Schlusspointe gleich noch einen draufsetzt. – Ums Fremdgehen geht es dabei. Der gelernte und praktizierende, grossgewachsene Heilpädagoge mit seinem sportlichen Körperbau und seinen ausdrucksstarken dunklen Augen, in die an seinen Konzerten jeweils sein ganzes Publikum zu versinken scheint, ist im Grundton philosophisch witzig. Aber er kann auch melancholisch, ja tieftraurig. In „STÄRNECHING“ (Sternenkind) etwa, wo er über ein Leben singt, das, kaum entfacht, auch schon wieder erlischt.
In „dr WUNDERBARSCHT MÖNSCH“ schliesslich gelingt Kehrli die Kür. Denn das Lied, mit Violinbegleitung (!), ist abgrundtief selbstironisch. Und das beherrscht nun wahrlich nicht jeder der Zunft.

Dass Kehrli sich in einem seiner Chansons an den Lieben Gott wendet, mit der Bitte um Beistand für seinen Fussballclub YB, (Berner Sportclub Youg-Boys, der das Nachfolgestadion bespielt, in dem sich einst das „Wunder von Bern“ ereignet hat), ist bei der in den letzten Jahren übermächtigen Konkurrenz des Serienmeisters aus Basel mehr als verständlich. Wer es für Kitsch hält, zappt weiter, wer darum weiss, was wahre Fankultur ist, geht mit dem Song mit. Vielleicht singt ihn Kehrli, was er mit einem anderen YB-Song ja auch schon getan hat, einmal vor der gerammelt vollen gelbschwarzen Ostkurve im Stade de Suisse.

Als kleine Schwäche des versierten Verseschmieds, welche er mit einem hier unlängst ebenfalls besprochenen Schweizer Kollegen teilt, ist das „Um-Betonen“ gewisser Wörter zwecks Reim zu nennen. So wird etwa aus der Bratpfanne, die im Alltag immer mit Betonung auf die erste Silbe gesprochen wird unvermittelt eine Bratpfanne (mit Betonung auf das zweite „a“). Oder aus dem Wort Tempo, das Wort Tempo. Aber einer, der so gewinnend dichtet und singt und dabei so vieles richtig macht, wird ja nicht unsympathisch, indem er eben auch den einen und anderen Fehler hat. Auch wenn es sich beim hier beschriebenen um einen handwerklichen handelt, den er künftig durchaus noch korrigieren dürfte.

Insgesamt führt Oli Kehrli sprachlich eine sehr feine Klinge. Und so erklärt er in einem seiner Lieder denn auch prompt den Berndeutschen Unterschied zwischen „zwe, zwo und zwöi“ (zwei-männlich, zwei-weiblich und zwei-sächlich). Das scheint vertrackt, ist aber unter dem Strich gar nicht so schwer. Jedenfalls nicht mit Kehrli. Und schwer fällt es einem denn auch nicht Oli Kehrlis Berner Dialekt zu mögen. Schon gar nicht beim Eintauchen in seine Lieder.

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Homepage: Oli Kehrli

Stefan Heimoz – CD Eselsbrügg

22. Juli 2016
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Eine Besprechung von Markus Heiniger.

stefan_heimoz

„Isch dr Obelix stercher als du, Papa?“, (Ist Obelix stärker als du, Papa?). Stefan Heimoz beginnt seine CD „Eselsbrügg“ (Eselsbrücke) mit dem Titel „Chinderfrage“, (Kinderfragen). „Mys Ching, mängisch chan i scho chly schmunzle“, (Mein Kind, manchmal kann ich schon ein wenig schmunzeln), kommentiert der 1968 geborene in sich ruhende Liedersänger mit seinen grossen blauen Augen im Refrain die Fragen seines Sohnes. „Isch dr Niese dr höchscht Bärg uf dr Ärde? (Ist der Niesen der höchste Berg auf Erden?), „Mues ig i d Schuel, wen ig e Gloon wott wärde?, (Muss ich zu Schule, um ein Clown zu werden?). Die CD knüpft inhaltlich damit gleich bei Heimoz‘ beiden Vorgänger-Alben an: Auf der einen ragt der Niesen als Pyramide in den Himmel. Und seine letzte Scheibe „Chly aber gross“, (Klein aber gross), hat Heimoz ja seinem Sohn gewidmet.

Liebenswürdige, ja oft naive kleine Bilder und Gedankengänge sind Heimoz‘ Chansons. Zuweilen auch kritische aber stets heitere Betrachtungen, die, wie der Autor selber, keiner Fliege etwas zu leide tun zu können scheinen. Denn ob ihn während des Joggens eine Dogge auffrisst, ob Jammertanten „jammere i dr Chammere“, (jammern in der Kammer) oder ob er auf die Politische Partei GMV (Gsunde Mönscheverstand) schwört, kaum je beisst Heimoz wirklich zu, jammert oder wird ernsthaft politisch. Diesen Umstand könnte man ihm durchaus vorwerfen. Aber der heitere Grundton in seinem Schaffen ist andererseits eben auch eine Qualiltät. Seine ureigene.

Aufhorchen lässt sein „ds Lied vom Troubadour“, (das Lied des Troubadours). Darin erreicht Heimoz, trotz – oder auch gerade wegen – des leichtfüssigen Erzähltons eine melancholische Tiefe, die sich durchaus etwa neben Fritz Widmers „Schärischlyfer-Ballade“ (Scherenschleifer-Ballade) stellen darf.

Heimoz macht auf der Bühne stets das, was er wirklich kann. Und mit seiner kontinuierlichen Arbeit, seiner grossen Sorgfalt und seiner Liebe zum Handwerk scheint er seine Grenzen von Jahr zu Jahr zu erweitern. So ist es unüberhörbar, dass er, der stimmlich schon immer sehr angenehm und unverkrampft daherkam, auch auf der Gitarre immer besser wird. Diesen Umstand nützt Heimoz nun aber nicht etwa zum Protzen und Glänzen. Ganz im Gegenteil. Seine Lieder bleiben in ihrer Form schlicht und einfach, werden musikalisch aber zusehends luftiger, leichtfüssiger, verspielter und somit auch vielschichtiger und überraschender.

Wie der eine oder andere Mundartpoet kann Heimoz in seinen Liedern Wörter um des Reimes willen durchaus auch mal so betonen, wie sie beim alltäglichen Sprechen niemals betont würden, also etwa „St. Gallen“ auf die erste und letzte Sprechsilbe anstatt aufs „a“ in der Mitte oder „Fabrigg“ (Fabrik) aufs „a“ anstatt aufs „i“. Aber das kriegen sie auch noch hin, die Kollegen. Und es tut dem Umstand keinen Abbruch, dass es der Seele gut tut, die Welt hin und wieder in Stefan Heimoz‘ Liedern und Chansons zu betrachten.

Dieser Artikel wurde auch auf “Ein Achtel Lorbeerblatt” veröffentlicht.

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Homepage: Stefan Heimoz

 

Brigitte Marolf präsentiert ihre neue Single

18. Juni 2016
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brigitte_marolf_single_ds_schoenschte_wo_passiertBerührungsängste kennt Brigitte Marolf nicht. Live zog sie das Publikum schon mit ihren hochdeutschen Liedermacher-Soloprogrammen in den Bann, spielte früher in frech tönenden Rockbands. Nun bezaubert die 38-Jährige mit gefühlsvollen berndeutschen Mundartpop-Songs. Sie besitzen einen melancholischen Unterton und regen immer auch zum Nachdenken an.

Die Tiefe in ihrer Musik, und das Gespür für grosse Melodien kommen nicht von ungefähr: Seit ihrer Jugend macht Brigitte Marolf Musik. Wer vom Virus der musikalischen Künste befallen ist, wandelt auf diversen Pfaden. Die Treibstoffe sind Hunger, Neugier und Interesse. Solch ausdauernde musikalische Bildungswege hinterlassen solide Spuren.

Brigittes eigene Songs entstehen oft am Piano. Dort kommt ihre Persönlichkeit in Worten und Ton zum Ausdruck. Und genau diese Intimität ist es, die auf der Bühne fasziniert. Man glaubt ihr, wenn sie erzählend singt – oder singend erzählt. Jetzt, wo sie zu ihrer Muttersprache, dem Berndeutschen heimgekommen ist, erst recht.

Brigitte Marolf wurde 1978 in der Nähe von Biel geboren. Nach der Schulzeit machte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester. Um sich so oft wie möglich der Musik widmen zu können, hat sie vor einigen Jahren das Arbeitspensum stark reduziert.

Seitdem ist sie als Singer/Songwriterin tätig, schreibt ihre eigene Musik und ist Frontsängerin in verschiedenen Bands mit unterschiedlichsten Stilrichtungen. Zusätzlich bildet sie sich in Schulungen für Gesang und Klavier weiter. Durch ihre zahlreichen Bühnenauftritte hat sie im Laufe der Zeit viele Erfahrungen gewonnen, die ihren Performances die Professionalität und die Energie verleihen.

Die Zusammenarbeit mit Produzent Luk Zimmermann (Ex-Lunik) markiert einen Wendepunkt im Schaffen von Brigitte Marolf. Mit der berührenden Single «Ds Schönschte wo passiert» schlägt sie ein neues Kapitel in ihrer musikalischen Karriere auf.

Video zum Reinhören – “Ds Schönschte wo passiert”

Link

www.brigittemarolf.ch

Zéphyr Combo an der Fête de la musique

13. Juni 2016
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fete_de_la_musiqueZum zweiten Mal findet am 18. Juni 2016 in der Roten Fabrik Zürich die „Fête de la musique“ statt. Mit dabei ist auch die Chanson- und Gipsyband Zéphyr Combo mit Geert Dedapper und Esther Nydegger.

Inspiriert von der “Fête de la musique“ in Frankreich, findet am 18. Juni in der Roten Fabrik bereits die zweite Fête de la musique de Zürich statt. Wie schon im vergangenen Jahr spricht das Festival mit Gratiseintritt Familien und Nachtschwärmer gleichermassen an. Mit keltischen Tönen eröffnet die kanadische Band Ten Strings and a Goat skin um 15.00 Uhr das Festival, um nachher Platz zu machen für Samba und Swing mit Monkee Palace und die dreisten Chansons von Trépalam Chetoum aus dem Jura. Weiter auf dem Programm stehen die schillernde Klangwelt vom belgischen Duo Aurélie Dorzée & Tom Theuns, die Perkussionsgruppe Zussamba verführt die Tanzfreudigen mit Afro-Latingrooves, Frederico Monetta bringt Balkanjazz und Zirkus Chnopf führt seine neue Produktion auf. Am Abend spielen zwei Gruppen auf der Seebühne zum Tanz auf: die feurige Chanson- und Gipsyband Zéphyr Combo und Garric, direkt aus dem Land des Mistrals. 23.00 gibt es im Ziegel oh Lac celtic Rock mit Red Shamrock, und Inzwischen animieren Krüsimusig und die spinnenden Virtuosen der französischen Balkanbrassband Attentat Fanfare Innenhof und Clubraum. Den Abschluss macht Saahsal, eine junge Chanson/Rockgruppe aus der Romandie.

Links

Homepage: www.fmhz.ch
Zéphyr Combo: www.zephyrcombo.ch